Sonntag Oktober 6, 2013 00:05

Selin Yesil: Staatlich-integrative Förderung und Pflege der islamischen Macho-Kultur

Posted by Free Minds

Während muslimische Mädchen und Frauen in frommen Familienkäfigen mit staatlich-kulturrelativistischer Toleranz gefangen gehalten und dressiert werden, ziehen ihre freien Brüder meist in Gruppen und Horden durch die Diskotheken Deutschlands und legen “Schlampen” flach. In ihrem gestörten Frauenbild haben sie natürlich größere Ambitionen, die Sexualität ihrer Schwestern zu kontrollieren. Viel brauchen sie dafür aber nicht tun. Meist sind die Schwestern dermaßen fremdbestimmt und verängstigt, dass sie unter ständiger Paranoia leiden und sich ganz “freiwillig” an die absoluten Gesetze Allahs halten. Sie kennen schließlich die Konsequenzen. Die Spitze der Sanktionen wäre “Ehrenmord” bzw. ein verdienter und selbstverschuldeter Tod, der familiär, religiös und kulturell abgesegnet ist. Danach geht es in die ewige Hölle. Aber den Befreiungsversuch riskiert eine Durchschnittsmuslima nur im Extremfall, so dass der Öffentlichkeit eine Häufung solcher Tragödien zum Glück erspart bleibt. Ein abgeschlossener “Ehrenmord” sorgt aber automatisch für Abschreckung von Nachahmungsaktionen. Und die interne Befürwortung in muslimischen Communities hält die Töchter und Schwestern davon ab, auf dumme Gedanken zu kommen.

Weil das asoziale und frauenfeindliche Gruppenverhalten von den Brüdern mittlerweile kein Geheimnis mehr ist, hat der palästinensisch-stämmige Psychologe Ahmad Mansour eine gruppentherapeutische Initiative namens “Heroes” gegründet. Diese wird von sämtlichen offiziellen Trägern unterstützt und macht sich einen schicken Namen. An sich eine erfreuliche und hoffnungserweckende Gruppe. Doch siehe da: Ahmad Mansour und Prof. Khorchide sind Freunde. Dank Facebook konnte man das erfahren. Jetzt braucht man auch keine Verschwörungstheorie und keine besondere Kunst mehr, um zu erraten, welche verwobene Show man von oben abzieht.

Es steht natürlich nicht im Konzept von Free Minds, sich ständig als Opfer darzustellen und rein problemzentriert zu reflektieren. Auf die Tränendrüse möchte ich nicht drücken, aber soviel anhand der Free Minds-Dokumentationen von Real-Erfahrungen mit muslimischen Mädchen und Frauen zum Ausdruck bringen: Es bleibt unverständlich, die existente Frauenunterdrückung im Islam zu missachten, während der Islam eben dafür Sorge trägt, dass Mädchen und Frauen ein rechtloses und entmündigtes Leben führen müssen.

Wir arbeiten nicht mehr als notwendig mit öffentlichen Einrichtungen zusammen. Denn abgesehen von Ausnahmen werden dort Betroffene aufgrund der geführten Politik regelrecht wieder zu ihren Familien gedrängt. Auch sind Fälle dokumentiert, wo muslimisch stämmige Sozialarbeiterinnen eben den Betroffenen ein schlechtes Gewissen einreden und sie dazu bringen, sich wieder in die islamisch-religiöse Familienherrschaft zu begeben. Von Mädchen- und Frauenhäusern, in denen man an den Erzählungen von den Betroffenen zweifelt, ganz zu schweigen. Dennoch sind wir froh, dass es anonyme Frauenhäuser als Relikt der Frauenbewegung gibt. Auch wenn den Betroffenen davon abgeraten wird, sich auf diese Weise zu befreien, greifen wir hin und wieder auf die Möglichkeiten, die anonyme Frauenhäuser als Übergangslösung bieten, zurück. Die beste Hilfe ist und bleibt nun mal die Selbsthilfe.

Bedauerlich ist natürlich die weit verbreitete Ignoranz, die mit Ausgrenzung einhergeht. Wenn man zur Kenntnis nimmt und einfach festhält, dass eine Bauernfrömmigkeit eine fortgeschrittene Islam-Unterwanderung bewirkt hat, muss man natürlich die weiteren Auswirkungen auf die Gesellschaft und die Betroffenen sehen. Denn als nächstes wird die islamische Macho-Kultur nicht aufgehoben, sondern staatlich gefördert und gepflegt werden. Man kann es erahnen. Nicht nur in der Unart einer abartigen, frauenfeindlichen, antisemitischen und homophoben HipHop-Kultur, sondern in der weiteren Zuwendung zum muslimischen Männlichkeitswahn, wird sich das islamische und frauenverachtende Machotum verfestigen.

Insofern macht es natürlich auch wieder Sinn, dass ein studentisch organisiertes Pro-Seminar an der Uni Münster zum Thema “Selbstbestimmungsrecht und Emanzipation von Mädchen und Frauen im Islam” im Jahr 2010 aus dem öffentlichen Raum verbannt wurde. Sinn macht es auch, dass die Auftaktveranstaltung zum Pro-Seminar von einem überwiegend frommen Studentinnenkollektiv aufgesucht und gesprengt wurde.

Wenn der Freund von Prof. Khorchide, Ahmad Mansour, jüngst sagte, dass der Staat an Ehrenmorden in muslimisch-stämmigen Familien mit verantwortlich sei, dann sind hier Zweifel an seiner Aussage angebracht. Für die Interessen von Mädchen und Frauen im Islam kommen nur der Koran und die Sunnah in Frage. Diese bewirken die weibliche Gefangenschaft und Fremdbestimmung. Prof. Khorchide, Ahmad Mansour, wie eigentlich die Regierungspolitiker stecken in der aktiven Islamförderung unter einer Decke. Die Bauernfrömmigkeit erfreut sich der fortschreitenden Islamisierung der Gesellschaft, Politik und Wissenschaft auf Kosten von Grund- und Freiheitsrechten, die den Mädchen und Frauen aus muslimischen Familien weiterhin staatlich vorenthalten werden. Das ist im Sinne einer freien und offenen Gesellschaft weder gerecht, noch demokratiefördernd, sondern frauenfeindlich und gefährlich.

34 Responses to Selin Yesil: Staatlich-integrative Förderung und Pflege der islamischen Macho-Kultur

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lâra

Februar 24th, 2013 at 07:23

meine guete, hier wird auch alles durcheinander geworfen, was man nur durcheinander werfen kann. hast du dir die mühe gemacht und die seite von heroes mal angeschaut? die haben eine rubrik “mädchenarbeit” und verlinken auf ehrenmord.de, serap-cileli, sonja bläser usw.? was ist der vorwurf? mansour und khorchide sind freunde auf facebook. geht es noch platter? wenn das motto heißt alles abzuschießen, was einem über den weg läuft, dann passt der artikel dazu. du sprichst probleme an und setzt einen konstruktiven lösungsansatz in das problemfeld. das ist unfair und unangemessen. ansonsten vermisse ich auch die tiefe, aber egal. ich veröffentliche deswegen erst gar nicht, bevor ich solche ungenügsamen artikel ins netz stelle. sei mir bitte nicht böse, aber es wäre schade, wenn sich dieser freie und kriterienlose schreibstil als kultur etablieren würde… ich finde es weder anregend noch kreativ, sondern einfach stumpf und willkürlich.
auch die überschriften und negativ-schlagwörter, die du und ayse um euch werft, sind einfach zu pauschalisierend und abschreckend. vielleicht sollte man sich an journalistische mindeststandards orientieren und versuchen, schön sachlich zu bleiben. sorry, dass ich so genervt bin, aber es ist schade wegen der wichtigen inhalte und botschaften, die einfach verloren gehen.
lg l.

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Eckhardt Kiwitt, Freising

Februar 24th, 2013 at 09:42

Auch wenn’s nur indirekt mit dem Thema zu tun haben mag :

“Abu Dhabi zahlt bekannten westlichen Kulturmarken und Universitäten sehr viel Geld. Kauft es damit auch wohlgefälliges Schweigen?”

Seelenverkauf auf Saadiyat Island?
http://www.heise.de/tp/artikel/38/38622/1.html
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Cees van der Duin

Februar 24th, 2013 at 11:27

Dank sei Selin Yesil, die endlich einmal die öffentlich hektisch und voreilig gefeierte HEROES durchschaut – HEROES geht mit keiner Silbe zur Scharia auf Distanz!

Hier etwa setzt Herr Mansour den bösen Salafismus gegen den guten Islam:

Das ist eine islamische Strömung, die eigentlich ihren Ursprung in Saudi-Arabien hat, aber mittlerweile fast überall in den arabischen Ländern und in Europa existiert. Es handelt sich um eine Strömung, die die Moderne einfach ablehnt, die den Koran buchstäblich interpretiert – kein Platz für Erneuerung, für Moderne. … Sie können zum Beispiel das Wort Islam in Google schreiben, und die meisten Ergebnisse werden halt irgendwelche Prediger oder Internetseiten von Salafisten sein.

http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/thema/1765930/

Das ist natürlich eine kalkulierte Verharmlosung der Schariatheorie mit ihrer Frauensexualisierung und Frauendämonisierung sowie ihrer koranisch verbürgten Höllenstrafe sowie eine Verharmlosung der Schariagesetze des Fiqh. Mansour wagt natürlich nicht, die Theologie des muslimbrudernahen Scheich Yusuf al-Qaradawi (ECFR) oder Mustafa Ceric (auch ECFR) zu kritisieren.

Seit Herbst 2010 ist der Psychologe wissenschaftlicher Mitarbeiter bei dem Projekt “Astiu” (Auseinandersetzung mit Islamismus und Ultranationalismus). Seine Ein-Mann-Show beeindruckt die Mainstream-Medien – jedenfalls den Islamverharmloser Jörg Lau:

Vorab möchte ich etwas klar stellen: Ich bin Muslim, aber Salafisten sind nicht meine Brüder, und ich bin auch kein Teil von irgendeiner imaginären, weltweit unterdrückten muslimischen Gemeinde, der so genannten Umma. Salafismus repräsentiert mich als Individuum und als Menschen nicht. Sie repräsentieren den Islam nicht – nicht wie ich ihn verstehe! Im Gegensatz zu ihnen sind für mich Meinungsfreiheit, Demokratie, Menschenrechte und Toleranz keine Einbahnstraße und kein Instrument, um hierzulande Hass frei zu verbreiten!

http://blog.zeit.de/joerglau/2012/05/29/warum-nur-muslime-den-salafismus-besiegen-konnen_5581

Reinstes Blabla – statt Menschenrechte hätte er allgemeine Menschenrechte sagen sollen und statt Demokratie freiheitliche Demokratie oder säkularer Rechtsstaat, was er (wie es schuldhaft ganz HEROES tut!) ganz bewusst vermeidet. Wer die Scharia kennt, weiß: es gibt theologisch wie personell keine “Salafisten” (es sei denn, man bezeichnet IGD, ZMD, FEMYSO, ECFR, Mazyek und Khorchide auch als Salafisten).

Wer Allahs diskriminierendes himmlisches Gesetz irdisch durchsetzt (Hisba), verbreitet aus der Perspektive der Scharia auch gar keinen “Hass” (Mansour), sondern Allahs Liebe.

Mansour weiter über das (Khorchide und ihm nützliche) Schreckgespenst der Salafi:

Um solchem Gedankengut Einhalt zu gebieten, brauchen wir starke und überzeugende islamische Vorbilder, die in der Lage sind, die Debatte über islamische Werte jenseits von Opferrolle und Diskriminierung zu führen. Wir brauchen eine mutige und zeitgemäße Islaminterpretation mit klaren Positionen im Hinblick auf unsere demokratischen Werte und unser Grundgesetz. Wir brauchen eine Islaminterpretation, die kritikfähig und in der Lage ist, einen demokratiefähigen Islam theologisch zu begründen!

Tja, und so ein vorbildlicher Islamdemokrat ist er dann ja wohl selber … staatliche Subventionen dürften ihm sicher sein. Piep – piep – ich bin lieb! So kassiert man Pfründe. Und so macht man eine jede gründliche Kritik an Scharia und Fiqh platt.

Mit solidarischen Grüßen an Free Minds
Cees

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Cees van der Duin

Februar 24th, 2013 at 11:55

Mansour …

http://www.bpb.de/veranstaltungen/153787/ahmad-mansour

… und die Dantschke darf natürlich nicht fehlen, wenn es um den irgendwie ins europäische und deutsche Recht zu integrierenden Islam geht und die irgendwie als unislamisch darzustellenden Salafisten, Staatsknete gibts vom BMFSFJ:

Das Modellprojekt “Demokratie stärken- Auseinandersetzung mit Islamismus und Ultranationalismus” der Arbeitsstelle Islamismus und Ultranationalismus (AStIU) der ZDK Gesellschaft Demokratische Kultur gGmbH wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie stärken“ gefördert. … Claudia Dantschke … Seit Juli 2010 leitet sie die „Arbeitsstelle Islamismus und Ultranationalismus“ (AStIU).

http://ec.europa.eu/ewsi/de/practice/details.cfm?ID_ITEMS=29534

Kein Wort einer grundsätzlichen Kritik an der Scharia und am Fiqh, aber (bzw. deswegen!) Expertin für die Deutsche Islamkonferenz

Frau Claudia Dantschke

http://www.deutsche-islam-konferenz.de/DE/DasBAMF/Clearingstelle/Experten/experten-detailansicht-node.html?contactDataId=509

Claudia Dantschke, solidarisch eingerahmt zwischen dem ein bisschen muslimbrudernahen Mounir Azzaoui und der proislamischen Apartheidstheoretikerin Naika Foroutan (hybride Identitäten – HEYMAT; Junge Islam Konferenz …)

http://www.deutsche-islam-konferenz.de/DE/DasBAMF/Clearingstelle/_function/Forms/Archiv/Experten/Experten_Formular.html?queryResultId=21417905&contactDataId=521&pageNo=0

In der Zeit von 2000 bis 2004 promovierte sie bei Prof. Dr. Bassam Tibi an der Georg-August-Universität Göttingen zum Thema „Interzivilisatorische Kulturdialoge zwischen dem Westen und der islamischen Welt“. Für ihre Forschungsleistung wurde Dr. Naika Foroutan mehrfach ausgezeichnet

http://www.deutsche-islam-konferenz.de/DE/DasBAMF/Clearingstelle/Experten/experten-detailansicht-node.html?contactDataId=514

Der Ausstieg aus der kulturellen Moderne, die Rechtsspaltung kann endlich kommen:

(f) opening the way for Muslim law to be recognized in matters of personal status such as the Family Law;

http://www.rferl.org/content/article/1066751.html

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Bragalou

Februar 24th, 2013 at 15:52

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Am 24. Februar 2006 gab der muslimbrudernahe bosnische Großmufti Mustafa Cerić (Sarajevo) von der Moschee von Zagreb, Kroatien, aus die Declaration of European Muslims bekannt: Deklaracija evropskih Muslimana.

f. Wege zu finden, wie muslimisches Recht für Personenstandsangelegenheiten, wie z.B. Familienrecht, anerkannt werden kann,

(f) opening the way for Muslim law to be recognized in matters of personal status such as the Family Law

Deutsch (njemački) unter Deklaracija_njem.doc

http://www.rijaset.ba/index.php?option=com_content&view=article&id=45:deklarcija-evropskih-muslimana&catid=2:uncategorised

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Bragalou

Februar 24th, 2013 at 16:46

HEROES schweigt bewusst zum Thema Religion, spricht andererseits den Islam in Sachen patriarchalischem Ehrkodex zugleich frei:
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„Wir haben uns bewusst dafür entschieden, den Islam oder andere Religionen thematisch nicht in den Vordergrund zu stellen“, sagt Dagmar Riedel-Breidenstein vom Projekt „Heroes“. Die „Heroes“ sind junge Männer „aus Ehrenkulturen“, wie es in der Projektbeschreibung heißt, die von deutsch-, türkisch- und arabischstämmigen Mitarbeitern dazu ausgebildet werden, als Rollenvorbilder in Oberschulen oder Jugendeinrichtungen über Themen wie Gleichberechtigung, Ehre und Menschenrechte zu diskutieren. Das Wort „Islam“ taucht im Projektkonzept nicht auf. „Viele unserer Teilnehmer sind Schülerinnen und Schüler muslimischer Religionszugehörigkeit“, so Riedel-Breidenstein. „Wir betrachten aber Konzepte wie ‚Ehre‘ oder bestimmte Wertvorstellungen etwa über die Rolle der Familie als in der Tradition, nicht in der Religion begründet.“ Das Projekt solle schließlich verbinden, nicht spalten: „Heroes ist kein Vorhaben gegen Kulturen, Religionen oder Werte – sondern eine Initiative für Dialog und Zusammenarbeit“, heißt es auf der Webseite.

aus: Das Berliner Projekt „Heroes“: Kooperation bedeutet Dialog
GEW Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft 04.05.2010

http://www.gew.de/Das_Berliner_Projekt_Heroes_Kooperation_bedeutet_Dialog.html

http://www.respect.de/projektblog/eintrag.php?eid=366&iid=0#gallery

Problemlos globalisierbar, so kann man in Kairo oder Islamabad weiterarbeiten.

Wer will, kann derlei Kompromissfähigkeit jetzt für pragmatisch halten; ich denke, die HEROES sind einfach nicht mutig genug, sich von Scharia und Fiqh zu distanzieren. Rollenspielend hüpft man also noch ein wenig herum und plappert über glitschig gewordene Menschenrechte und aufregende weibliche Diskobesuche, während draußen, Mädchen umd Mädchen und Straßenzug um Straßenzug, das himmlisch befohlene Struktursystem der Schariagesellschaft (Kalifat) auskristallisiert. Die Ditib-Imame und al-Azhar-Gelehrten haben gar nichts dagegen …

… und Riedel-Breidenstein bekommt einen Preis:

Am 16.09.2010 hat Dagmar Riedel-Breidenstein, HEROES-Koordinatorin und Projektleiterin von Strohhalm e.V., den “Prix Courage” 2009 von ZDF Mona Lisa und Clarins Deutschland für das Projetk HEROES verliehen bekommen.

http://www.ehrverbrechen.de/1/index.php?option=com_content&view=article&id=274:auszeichnung-fuer-heroes-koordinatorin-&catid=70:2010-aktuelle-nachrichten-und-mitteilungen&Itemid=134

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/bilderserie/1141740/Der-Prix-Courage-2009?bildIndex=1#/beitrag/bilderserie/1141740/Der-Prix-Courage-2009

Finanziert werden die „Heroes“ seit 2007 von der World Childhood Foundation. []

http://www.goethe.de/lhr/prj/daz/mag/igd/de5594048.htm

Irgendwie nett, der Ansatz für weltweite Kinderhilfe der schwedischen Königin – und sehr kulturrelativistisch. HEROES bekommt gleich noch einen Preis, dieses Mal von der Bundeskanzlerin:

„Die soziale und finanzielle Armut von Kindern geht uns alle an. Denn die Kinder sind unsere Zukunft.” Aus dieser Überzeugung heraus rief Königin Silvia von Schweden 1999 die World Childhood Foundation gemeinsam mit 14 Mitbegründern ins Leben. Ziel der Stiftung ist es, weltweit für bessere Lebensbedingungen von gefährdeten, bedürftigen und ausgebeuteten Kindern zu sorgen und entsprechende Hilfsprojekte zu fördern. Diese orientieren sich an der lokalen Kultur und den jeweiligen gesellschaftlichen Bedürfnissen. …

In Deutschland gab Childhood unter anderem den Anstoß für das Berliner Integrationsprojekt HEROES – gegen Gewalt und Unterdrückung im Namen der Ehre, das von Bundeskanzlerin Merkel mit dem “Hauptstadtpreis für Integration und Toleranz” ausgezeichnet wurde.

http://de.childhood.org/Pages.asp?r_id=87990

Wes Brot ich ess, des Lied ich sing …

tdf – Terre des Femmes, und eine deutsch-somalische Gruppe gegen weibliche Genitalverstümmelung / FGM empfangen Gelder der World Childhood Foundation

http://de.childhood.org/Pages.asp?r_id=98296

http://de.childhood.org/Pages.asp?r_id=40431

Bei stop-mutilation finden wir keine Silbe zur Islamic FGM (schafi’itischen FGM oder zur FGM der schi’itischen Dawoodi Bohra), dafür wird die Kairoer al-Azhar hochgejubelt. Dass etliche Gelehrten der Azhar eben die Klitoridektomie islamisch begründeten, ist nicht bekannt oder nicht so wichtig, dafür lässt man Rüdiger Nehberg über den Cheftheologen der Muslim Brotherhood plappern:

der Gelehrte Prof. Dr. Yusuf Qaradawi aus Qatar

http://www.stop-mutilation.org/news/0001.asp

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Bragalou

Februar 24th, 2013 at 17:10

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Vor dem gewissen einen der vielen ägyptischen FGM-Verbote des 20. Jahrhunderts sowieso, aber auch danach:

Qaradawi hat auch danach seine persönliche Unterstützung erklärt für diejenigen, die FGM „im Interesse ihrer Töchter“ finden.

http://de.wikipedia.org/wiki/Yusuf_al-Qaradawi#cite_note-33

Und al-Azhars & Rüdiger Nehbergs Super-Fatwa gegen FGM? Die kam doch dann und wird in der europäischen Presse angestrengt gefeiert? Nichts kam. Heiße Luft verdünnte sich.

Es wird weiter beschnitten, jeden Tag. Schließlich sprach Mohammed selbst einst zu einer medinensischen Frauenbeschneiderin, Hadith bei Abu Dawud Buch 41:

“Schneide nicht zu viel, das ist besser für die Frau und angenehmer für den Ehemann.”

One narration states that “a woman used to perform circumcision in Medina. Muhammad said to her, ‘Do not cut severely as that is better for a woman and more desirable for a husband.'”

(Umm ‘Atiyyah; Abu Dawud, al-Bayhaq. “Partial Translation of Sunan Abu-Dawud, Book 41: General Behavior (Kitab Al-Adab)”)

http://en.wikipedia.org/wiki/Religious_views_on_female_genital_mutilation

From Sa’id bin Jabir: “Ibn ‘Abbas was asked, “How old were you when the Prophet (PBUH) died?” He replied, “At that time I had been circumcised. People (in those days) did not circumcise men until they reached puberty.” From the hadith of Umm ‘Atiyah–who used to circumcise girls–the Messenger of Allah said to her, “Reduce it, but do not remove too much, because it is more beautiful to behold and better for her husband.” This is the most explicit evidence in the hadiths of Muhammad for female circumcision being legitimate and even recommended. From Ibn ‘Abbas, attributing it to the Prophet: “Circumcision is sunnah for men and an honor for women.” This was narrated by al-Bayhaqi, and its attribution is weak.

http://www.jihadwatch.org/2012/05/leading-us-muslim-jurist-female-genital-mutilation-an-honor-in-islam.html

Ein Blick nach Südostasien:

http://www.persee.fr/web/revues/home/prescript/article/arch_0044-8613_1998_num_56_1_3495

http://www.nytimes.com/2008/01/20/magazine/20circumcision-t.html?_r=0

http://www.nytimes.com/slideshow/2008/01/20/magazine/20080120_CIRCUMCISION_SLIDESHOW_index.html

Australien, Shabbir Vaziri (56), ein schiitischer Scheich, lässt Mädchen islamisch beschneiden

http://www.smh.com.au/nsw/sydney-sheikh-in-court-over-female-genital-mutilation-20120913-25ubq.html

Given that we have Muslims in Australia from Indonesia, Somalia, Sudan and Egypt, all of them places where the Shafiite school of Sunni sharia law obtains, which holds that the excision of the clitoris of women is ‘obligatory’

http://www.newenglishreview.org/blog_display.cfm/blog_id/43892

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Free Minds

Februar 25th, 2013 at 04:46

Vielen Dank für den Hinweis von Eckhardt und die informativen Kommentare von Cees van der Duin, Bragalou, vielen Dank dafür!

@Lâra, so nachvollziehbar deine Kritik auch ist, aber besser wäre es doch gewesen, direkt konkrete und inhaltliche Vorschläge zu geben, da die Zeit begrenzt ist, die Anforderungen sehr unterschiedlich sind und ein Leben außerhalb des Internets auch bewältigt werden muss.

Hier werden einfach die Innenperspektiven aus der Sicht der Betroffenen nachgezeichnet, um so die Islamkritik von Ex-Musliminnen mit Koranschule-Erfahrungen weiterzufördern. Die letzten Überschriften sind wirklich auf Blödzeitung-Niveau :). Aber wir wollen auch gegen die nachträgliche Akademisierung des Banalen vorgehen und den Koran als das, was er eben bildet, eine gefährliche Massendroge, outen. Entwicklungsgeschichtlich hat nun mal eine Bauernfrömmigkeit eine junge Generation erzeugt, die dieses dogmatische und kulturchauvinistische Islamverständnis weiterlebt.
Wir könnten natürlich auch anfangen, im Sinne des Islam zu differenzieren. Aber über die gesellschaftlichen Auswirkungen und Risiken des Korans in einer postmodernen und fortgeschrittenen Transformationsgesellschaft dürfen sich gerne differenziert Theologen, Philosophen, Soziologen und Psychologen den Kopf zerbrechen. Ich habe zugegeben den Text noch nicht gelesen, nur deine Kritik. Es ist angebracht, dass man eine Facebook-Freundschaft von Funktionsträgern durchaus in einen Zusammenhang setzt. Wie großzügig kann es außerdem von einer umfangreich geförderten Initiative wie Heroes sein, dass sie eine kleine Rubrik “Mädchenarbeit” eingerichtet hat. Wenn man der Rubrikseite folgt, gibt es aber leider nicht so viele Angebote wie eben für die gewaltbereiten Brüdern.

Auf der anderen Seite muss man auch fairerweise sagen, was soll man mit all diesen potentiell gewalttätigen Brüdern machen? Die sind ja wirklich das Erziehungsprodukt der islamischen Macho-Kultur, die staatlich-integrativ gefördert und gepflegt wird.
Auch wenn man natürlich den Islam insofern richtigerweise damit entlasten kann, dass die sogenannte Macho-Kultur kein rein islamisches Phänomen ist. Die westliche Kultur in ihrem gegenwärtigen Verständnis für Frauenrechte, wie sie als Ideal geschrieben steht, ist verdammt jung, klein, ausgelesen, allein und wird auch von den übrigen Kulturen weitgehend abgelehnt. Die allermeisten nicht-westlichen Kulturen außerhalb wirken durch und durch patriarchalisch, frauenfeindlich und statisch. Das muss man leider so feststellen. Aber der Islam fördert natürlich nicht das westliche Verständnis von Frauenrechten, sondern das genaue Gegenteil von Frauenrechten Das muss man sich einfach nur vergegenwärtigen, was im Koran und in der Sunnah als verbindliche Quelle für die frommen Gläubigen steht. Die Glaubensquellen sind eben maßgeblich für die Beurteilung der islamischen Frömmigkeit. Und die Frauenrechte sind in unserem Fokus, weil sie uns direkt interessieren. Massenhafte Probleme bereitet aber der Koran ja dann auch für Nichtmuslime, Andersdenkende, Abtrünnige. Um aber nicht abzuschweifen, zurück zum ZIT. Angenommen Khorchides postmoderne Neuinterpretation “Islam ist Barmherzigkeit” würde in der islamischen Welt hypen, was natürlich nicht passieren wird, was wären denn die Auswirkungen davon? Das wäre doch spannend, das weiterzudenken. Wäre Khorchide der theologische Retter des Islam und Deutschland der kulturell-gesellschaftliche Rehabilitierer des Orients? Irgendein größenwahnsinniger Ehrgeiz muss doch dahinter gesteckt haben, bevor man sich an dieses “wissenschaftliche” Experiment gewagt hat. Wer soll denn daran glauben, dass es nur um den Religionsunterricht für die muslimischen Kinder, die monetären und strukturellen Vorteile für die Islam-Verbände und die Interessen der Kirchen ging?

Schöne Grüße
Elif

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Cees van der Duin

Februar 25th, 2013 at 12:00

Liebe Free Minds,

das geht so nicht:

dieses dogmatische und kulturchauvinistische Islamverständnis

– das ist Scharia, echter alter Islam! Wir dürfen nicht anfangen, von dieses dogmatische und kulturchauvinistische Islamverständnis zu reden, die Frage ist einfach: sind wir für oder gegen die himmlische Scharia und die irdischen schariakompatiblen Paragraphen.

was soll man mit all diesen potentiell gewalttätigen Brüdern machen? Die sind ja wirklich das Erziehungsprodukt der islamischen Macho-Kultur

Nein, die potentiell oder vielmehr auch real mädchenfeindlich- oder frauenfeindlich-gewalttätigen Jungen oder Männer sind Produkt der Scharia, ein Produkt des echten alten Islam.

Die westliche Kultur in ihrem gegenwärtigen Verständnis für Frauenrechte … das westliche Verständnis von Frauenrechten

Das sagen Ali Schariati oder Tariq Ramadan genau so.

Aber der Islam fördert natürlich nicht das westliche Verständnis von Frauenrechten, sondern das genaue Gegenteil von Frauenrechten

Nein, der Islam gibt den Menschen die einzig wahren Frauenrechte und gewährleistet als einziges System die Würde der Frau und ihr optimales Heil im Diesseits und im Jenseits – jedenfalls sagt er das.

das westliche Verständnis von Frauenrechten

grundfalsch! Unser Verständnis von Menschenrechten und damit eben auch von Frauenrechten ist ALLGEMEIN (AEMR, 10.12.1948) und damit weder östlich noch westlich, sondern universell, unverhandelbar. Auch unser GG (23.05.1949), auf der AEMR basierend, wurde nicht für “Westler” geschrieben und es ist nicht so, dass sich die eingewanderte oder bei Pierre Vogel konvertierte deutsche “Spezies der Morgenländer” dem GG (und damit der AEMR) entziehen könnte.

Wenn FREE MINDS – noch so versehentlich – anfängt, ein “westliches” Frauenrechtsverständnis zu verteidigen und nicht ein allgemein-globales und aufklärungshumanistisches, dann arbeitet FREE MINDS dem Schariasystem zu, das eben genau auf der Spaltung in “westlich” und “östlich” (gemeint ist islamisch!) beruht.

in der islamischen Welt

Was soll die Weltverdopplung in Westwelt und Islamwelt? Es gibt keine islamische Welt, andernfalls müssten wir in unseren Straßenzügen beginnen (die Mehrheit meiner Straße ist ethnisch türkisch und marokkanisch …), Islamwelt-Sektoren einzurichten, der Vorort nebenan darf dann dem Westwelt-Sektor angehören.

Sie verlassen den Westlichen Sektor – Willkommen im Islamischen Sektor!

http://palliserlabs.files.wordpress.com/2013/01/you-are-leaving-the-american-sector-palliser-labs1.jpg

http://photos.3dpoolpro.com/Berlin/bw.jpg

In der Hoffnung, dass sich FREE MINDS rückhaltlos zu den universellen Menschenrechten (juristisch ist dort Mann = Frau = Mensch) bekennt, und aufhört, von “islamischer Welt” und von “das westliche Verständnis von Frauenrechten” zu predigen. Denn damit würdet ihr die AEMR kaputt machen und könntet gleich bei WLUML eintreten (Women Living Under Muslim Law).

Die Schariadoktrin und die Fiqhpraxis müssen weg – überall auf der Welt, auch in Teheran, Kairo oder Islamabad. Unsere muslimbruderseitig dominierten und gesteuerten Islamverbände hängen mit Ghannouchi (Tunesien) und Mursi (Ägypten) aufs Engste zusammen: Berlin, Köln und Münster sind Vorort von Kairo!

Bekennt euch gegen die Spaltung der Welt in nichtislamischen “Westen” und schariapflichtigen oder sonstwie gegenmodernen “Orient”, bekennt euch zu:

100 % AEMR
0 % Scharia

Herzlich, euer
Cees

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Cees van der Duin

Februar 25th, 2013 at 12:12

::
Nun persönlich und versöhnlich für Elif dieses Lied zur:

E r m u t i g u n g

Du, lass dich nicht verhärten
In dieser harten Zeit
Die all zu hart sind, brechen
Die all zu spitz sind, stechen
Und brechen ab sogleich

Du, lass dich nicht verbittern
In dieser bittren Zeit
Die Herrschenden erzittern
– sitzt du erst hinter Gittern –
Doch nicht vor deinem Leid

Du, lass dich nicht erschrecken
In dieser Schreckenszeit
Das wolln sie doch bezwecken
Dass wir die Waffen strecken
Schon vor dem großen Streit

Du, lass dich nicht verbrauchen
Gebrauche deine Zeit
Du kannst nicht untertauchen
Du brauchst uns, und wir brauchen
Grad deine Heiterkeit

Wir wolln es nicht verschweigen
In dieser Schweigezeit
Das Grün bricht aus den Zweigen
Wir wolln das allen zeigen
Dann wissen sie Bescheid.

Wolf Biermann (1968)
Erschienen 1974 auf dem Album „aah-ja!“

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Bragalou

Februar 25th, 2013 at 14:29

“In der heutigen Türkei werden wieder aufgeklärte Islamangehörige (Sunniten und Aleviten gleichermaßen) und Christen auf offener Straße verprügelt, beruflich benachteiligt und politisch verfolgt … Kopftuchlose Frauen im gesamten Staatsgebiet werden attackiert, beleidigt und aus dem öffentlichen Leben massiv verdrängt … In der heutigen Türkei nimmt seit Machtergreifung der Islamisten die Zahl der Männer von Jahr zu Jahr zu, die ihre Frauen zu Hause einsperren, vom Berufsleben fernhalten, sie schlagen oder gar ermorden. Sie glauben, mit ihren Ehefrauen und Töchtern alles machen zu dürfen, was sie wollen, weil diese ihr „Eigentum“ sind. Seit 2002 stieg die Zahl der Morde an Frauen nach Regierungsstatistiken um mehr als 1400 Prozent. Das sind praktische Folgen dieser frauenfeindlichen Maßnahmen und Ideen – und traurige Beispiele für den grundlegenden Wandel der türkischen Gesellschaft im Sinne der Islamisierung.”

aus: Aydin Findikçi:
Die Eroberung der Türkei. Auf dem Weg in einen islamischen Staat – Unterwanderung der Gesellschaft durch die Gülen-Bewegung

http://www.bayernkurier.de/zeitung/artikel/ansicht/8353-die_eroberung_der_turkei.html

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Free Minds

Februar 25th, 2013 at 18:06

Lieber Cees,

vielen Dank für die wichtige Korrektur. Das stimmt natürlich und ist im Zeitalter der Globalisierung wichtiger, dieses kulturalistische Grenzendenken in der Islamkritik gänzlich zu überwinden.
Und in die Falle der Islamisten darf man natürlich argumentativ nicht fallen, weil wie Du hingewiesen hast, damit würde man unbewusst am selben Strang ziehen:
“Wenn FREE MINDS – noch so versehentlich – anfängt, ein “westliches” Frauenrechtsverständnis zu verteidigen und nicht ein allgemein-globales und aufklärungshumanistisches, dann arbeitet FREE MINDS dem Schariasystem zu, das eben genau auf der Spaltung in “westlich” und “östlich” (gemeint ist islamisch!) beruht.”

Und vielen Dank für das frohstimmende und motivierende Versöhnungslied. 🙂

Solidarische Grüße
Elif

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Bragalou

Februar 25th, 2013 at 19:03

Hallo Cees,

auch ich danke für das mir in Erinnerung gebrachte
Lied ERMUTIGUNG; hier archiviert bei YouTube

http://www.youtube.com/watch?v=aWj_58g-l6A

http://www.youtube.com/watch?v=_71FwgR-r9w

http://www.youtube.com/watch?v=RgOIYTI09qs

Beste Grüße
Bragalou

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Abdullah

Februar 25th, 2013 at 22:21

Die Linken in Form der Grünen sind in Österreich anscheinend etwas weiter:

http://www.youtube.com/watch?v=tKCUtVR6jVM

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Blog » Blog Archive » Selin Yesil + Daniel Krause + Lars Hedegaard

Februar 26th, 2013 at 05:01

[…] > Während muslimische Mädchen und Frauen in frommen Familienkäfigen mit staatlich-kulturrelativistischer Toleranz gefangen gehalten und dressiert werden, ziehen ihre freien Brüder meist in Gruppen und Horden durch die Diskotheken Deutschlands und legen “Schlampen” flach. In ihrem gestörten Frauenbild haben sie natürlich größere Ambitionen, die Sexualität ihrer Schwestern zu kontrollieren. Viel brauchen sie dafür aber nicht tun. Meist sind die Schwestern dermaßen fremdbestimmt und verängstigt, dass sie unter ständiger Paranoia leiden und sich ganz “freiwillig” an die absoluten Gesetze Allahs halten. Sie kennen schließlich die Konsequenzen. < Der Text geht in diesem Stil weiter – auch mit Blick auf diejenigen, die diese üblen Verhaltendsweisen unterstützen: http://freeminds.blogsport.eu/2013/02/24/selin-yesil-integrativ-staatliche-forderung-und-pflege-der-… […]

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Angelika.E.

Februar 27th, 2013 at 10:55

Am 30. Januar habe ich im ZDF-Auslandsjournal eine Sendung über die Rückkehr der Polygamie in Kasachstan gesehen: Reiche Männer nehmen sich eine Zweit- Dritt- und Viertfrau aus den armen Schichten. Und natürlich darf nur der Mann mehrere Frauen haben, nicht die Frau mehrere Männer. Als eine Frau im dortigen Parlament den Vorschlag der Polyandrie machte, heulte die anwesende Männerwelt auf!
Aber: Soziologinnen und Heiratsvermittlerinnen sind dort auch für Polygamie! Begründung: Sie sei gut für die Frauen. Die Erklärung lieferte ein Imam: Die Polygamie sei gut für die Frau, denn beim Jüngsten Gericht würde “Allah” den Mann fragen, ob er mit seiner Frau zufrieden gewesen sei. War er es nicht, gehe sie flugs in die Hölle, sagte der Imam mit diabolischem Grinsen.
Ich bin fassungslos über so viel männliche Selbstherrlichkeit! Da wird behauptet, Gott mache seine Entscheidungen von der subjektiven Meinung eines Mannes abhängig!
Auch die Katholische Kirche behauptete, es sei “Gottes Wille” dass Frauen keine Priesterinnen sein dürften! Kleriker scheuen sich nicht, die allerhöchste Autortität, nämlich “Gottes Willen” heranzuziehen, um der Frau ihren allzu irdischen, männlichen Willen überzustülpen! In die religiösen Lehren sind sehr viele männliche Vorurteile und Vorlieben eingeflossen, man denke nur an die Behauptung, Gott wolle, dass die Frau sich unterordne oder ihrem Mann jederzeit zur Verfügung stehe. Diese Behauptungen sind Früchte der Angst. Alle traditionellen Religionen haben Probleme mit der Freiheit und Selbstbestimmung ihrer Gläubigen – aus Angst, Macht und Kontrolle zu verlieren! Ich vermute, dass die Religionsgelehrten dem Mann deswegen Privilegien gewähren und ihm die Frau als Eigentum unterstellen, weil sie wollen, dass die Kinder innerhalb der Religionsgemeinschaft verbleiben. Eine freie Frau könnte sich ja mit den Kindern davonmachen und eine andere Weltanschauung oder andere Lebensweise wählen. Das ist gegen die Interessen der Kleriker und gegen die Interessen des Ehemannes und Vaters. Und lieber üben sie Zwang aus, als Risiken einzugehen. Wo der Zwang und die Furcht nicht mehr da sind, gehen die Gläubigen und die Ehefrauen, wenn versucht wird, sie zu unterdrücken oder wenn sie mit Kirche oder Ehemann unzufrieden sind. Dieses Problem haben ja die christlichen Kirchen in Deutschland: Der mündige Bürger und die mündige Bürgerin wollen sich nicht mehr beformunden lassen und treten aus den Kirchen aus. Aber das heißt nicht, dass alle, die austreten, nicht mehr an Gott glauben. Sie glauben nur den autoritären Klerikern nicht mehr. Autoritäre Religionssysteme arbeiten mit einem System von Strafe und Belohnung! Aber auf der Strecke bleibt die wahre Liebe und die wahre Moral, denn wahre Liebe – ob zu Gott oder zu einem Menschen – kann nur in Freiheit gedeihen! Sie braucht eine freiwillige Entscheidung. Jeder Zwang tötet die Liebe. Und was ist schon eine Ethik wert, die nur aus Furcht vor Strafe oder in Erwartung einer Belohnung ethisch handelt? Meine Ethik bekommt erst einen Wert, wenn ich um der Ethik willen ethisch handle. Ein autoritärer Vater oder Ehemann wird gefürchtet, aber nicht geliebt. Ebenso ist es mit einer autoritären Gottesvorstellung. Kann man eine bedrohliche Gottesvorstellung lieben? Für mich ist Gott die reine Liebe. Ich bemühe mich um Ethik und Moral, weil ich es selbst will – nicht weil ich “muss”. Und all die Männer, die mit Hölle oder Verdammnis drohen, machen mir keine Angst. Ich glaube ihnen nicht, sondern ich glaube, was ich weiß, nämlich, dass Gott die reine Liebe ist.

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Eckhardt Kiwitt, Freising

Februar 27th, 2013 at 16:12

@ Angelika.E.: 27. Februar 2013 at 10:55

Du schreibst
«Die Polygamie sei gut für die Frau, denn beim Jüngsten Gericht würde “Allah” den Mann fragen, ob er mit seiner Frau zufrieden gewesen sei.»

Wurde bei der Gelegenheit von dem Imam auch das Gegenteil in Erwägung gezogen, also: Ob SIE mit ihrem Mann zufrieden gewesen sei ?

Oder spielte das aus Sicht dieses Imams für “Allah” keine Rolle ?
::

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Bragalou

Februar 27th, 2013 at 22:08

# Angelika E.

Du bringst viele nette Ideen:

Ich bemühe mich um Ethik und Moral, weil ich es selbst will – nicht weil ich “muss”.

Das klingt sympathisch – aber viele Frauen aus dem Niqab-Milieu sagen das leider auch so: ich trage meinen Schleier gaaanz freiwillig.

ich glaube, was ich weiß, nämlich, dass Gott die reine Liebe ist

nette Poesie, wirklich, aber mal bitte rechtsstaatlich verbindlich: bist du jetzt für die AEMR oder für die Scharia? Fethullah Gülen redet auch nur von ALLLAAAH IST LIIEEBEE.

Von New Age über Sufismus ist`s nur ein kleiner Schritt, und von da aus zum Kalifat eigentlich noch nicht mal ein Schritt.

Bekenne dich gegen die Scharia und zu den allgemeinen Menschenrechten, dann können wir über deine Erlebnisse göttlicher Liebe gerne ausführlicher sprechen.

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Bragalou

Februar 27th, 2013 at 22:09

Korrektur:
Von New Age zum Sufismus

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Thomas Holm

Februar 28th, 2013 at 21:28

http://www.vienna5unaoc.org/media-centre/photos-tuesday-2602/?tx_yag_pi1%5Bcontext344%5D%5BalbumUid%5D=47&tx_yag_pi1%5Bcontext344%5D%5BgalleryUid%5D=14&tx_yag_pi1%5BitemList344%5D%5BpagerCollection%5D%5Bpage%5D=1&tx_yag_pi1%5Baction%5D=list&tx_yag_pi1%5Bcontroller%5D=ItemList&cHash=efd8005f19aac8e77d3aaa1874d8c042

UNO-Event: Zivilisation durch Religion, oder so ähnlich. Beim Jugend-event Bild Nr. 8

Alle, die sich da gerade versöhnen, einigen sich aber mit ihren Respekt-Ansprüchen auch auf Kosten aller möglichen Quertreiber und den Himmel-etwas-anders-Seher.

Eine Art globaler Westfälischer Respekt-Friede* für National-religiös erpresste Spezial-Konstrukte.

*Gut gelernte MünsteranerInnen, verstehen, was das heißt.

Wir Freigeister müssen aufpassen, was wir sagen, aber die Salafisten werden denen den Laden in die Luft jagen, von Istanbul bis Kasachstan. Es könnte einem ja eigentlich scheißegal sein, aber was diese Toleranz-Heinis da ausbaldowern, das geht auch zulasten des krude-irrwitzigen Eigensinnes der Saudi-Jugend-Richtung. Und zugunsten der Teheraner Machtgewinne in Mittelost.

Und die Salafis sind dort bekanntlich viele und die trauen sich was.

Es mag sich zwar nicht immer abschließend befriedigend anhören: Aber es ist besser, den Terror die anderen machen zu lassen.

Ich sehe das wir die Polen bei der Nachricht von Hitlers Überfall auf die Sowjetunion: Sollen sie sich kloppen, bevor wir an ihrem Frieden erfrieren. Es soll auf Dächern getanzt worden sein, aber so weit würde ich heute nicht gehen.

Obama, Putin und Hollande haben sich darauf geeinigt, dass die den Syrischen Aufstand einfrieren wollen, wer dann noch weiter schießt, ist Terrorist und die Hisbollah darf mit aufpassen und ist aus dem Schneider.

Putin: ” “It seemed to me that we would not only not sort this out without a bottle of good wine, but would need a bottle of vodka. We will have to sit down and think* a bit more.”

*akustisch auch im russischen schwer von “drink” abzugrenzen.

Ohne sich die Birne zuzuknallen, sei das also nicht mehr auszuhalten mit den Muslimen, sagt Putin als ein nachgewiesener von drei vermuteten Russischen Nicht-Alkoholikern.

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Ayse

März 1st, 2013 at 00:04

@ Thomas

Bitte nicht die Idylle stören. Sie machen eben Experimente für den Islam und die friedlichen AnhängerInnen des Islam. Das ist eben genau die Show, die sie in der Türkei auch abgezogen haben. Sie sind so diskriminiert und ausgegrenzt. Deswegen muss man islamfreundliche Halal-Räume schaffen, die dem ausgegrenzten Islam volle Entfaltungsmöglichkeiten bieten. Dann schickt man die synthetisierten Kopftuchträgerinnen als Banner raus. Die frommen Frauen fühlen sich nur wohl und vollwertig, wenn sie verhüllt sind. Und am wohlsten fühlen sie sich, wenn das Kopftuch gleich auf allen Frauenköpfen getragen wird. In ihrer Zerrissenheit würden sie natürlich es auch begrüßen, wenn im Sinne der Schar’ia absolute Geschlechtertrennung herrschen würde. Aber so sind Kufr-Bedingungen, harte Prüfungen, denen muss man geduldig und konsequent standhalten. Und bitte den Islam nicht als das entlarven, was er ist. Das kränkt und verunsichert alle; die im Westen geborenen und aufgewachsenen Muslime, die diese Geisteskrankheit von ihren Eltern übernommen haben genauso wie die Wegbereiter, die den Islam wie ein biologisch determiniertes Merkmal behandeln.

Und wenn wir vier völlig isolierte Frauen mit Koranschule-Erfahrung von der Uni von den lieben frommen Damen exkludiert wurden, dann auch nur, weil wir selbstgerechte Rassistinnen sind, die nur Islamophobie und Hass schüren wollen. Willkommen in der Realität. Sie agieren eben wenn es – um die Verteidigung der Allahkratie geht – soviel sie können wie FaschistInnen, aber keiner will das wahrhaben. Sollen sie mal weiter frommeln und Tugendwächter spielen und dabei immer schön die Opferkarte raushalten. Das beherrschen sie nämlich perfekt.

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Ayse

März 1st, 2013 at 01:21

@ Thomas
Tut mir sehr leid, wenn ich nicht auf die globalen Zusammenhänge eingehe(n kann) wie du… bin in der Hinsicht sehr beschränkt auf die regionalen Umtriebe. Mir wird außerdem immer sehr schwindelig, wenn ich anfange, in globalen Zusammenhängen zu denken 🙂
Liebe Grüße
Ayse

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Thomas Holm

März 1st, 2013 at 12:55

@ Ayse

Fliegender Teppich-Jet-Set-Kübra meint:

“Best speaker at the #unaoc2013 opening session so far: Turkish PM Erdogan.
Very critical, open and constructive!”

https://twitter.com/kuebra/status/306763505707651072/photo/1

Allerdings ist das Gefühl für Eigentore noch nicht so gut ausgeprägt:

Global-Gutmensch und “Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon nennt sie “verletzend”, … Es sei zudem unglücklich, dass Erdogan dies auch noch bei einer Veranstaltung der Vereinten Nationen gesagt habe, bei der es um verantwortliche Führung ging. Wenn die Übersetzung der Rede korrekt gewesen sei, “war es nicht nur falsch, sondern widerspricht den Prinzipien der Allianz der Zivilisationen”, sagte der Uno-Sprecher.”

http://www.spiegel.de/politik/ausland/usa-und-israel-kritisieren-erdogan-wegen-zionismus-kommentar-a-886324.html

Und eben nicht nur die USA und Israel:

Die Erdogan-Islamistischen Sonderwünsche an das globale Gutmenschentum gehen zunehmend ins leere. Selbst bei den oft kulturrelativistischen Kritikern der westlichen “Orientalismus-Sicht” macht sich Depression breit:

“Baghdad-born Ghaith Abdul-Ahad puts Arab factionalism in a broader historical context: it is “the main reason for all our losses and defeats, from al-Andalus to Palestine”. The Palestinians in their heyday had only a dozen factions, and the Lebanese in their 15 years of civil war never exceeded 30, but the Syrians have reached new heights.”

http://www.thenational.ae/thenationalconversation/comment/rebel-factions-work-against-each-other-in-syrias-civil-war#full

Mit den asozialen und Clan-egoistischen Sozialstrukturen, über die der Islam, trotz allen Getöses, nie hinaus gewachsen ist, schieße man sich in der aktuellen Lage: krasser als je zuvor ins Knie.

Es ist zum schwindelig werden, was sich da abspielt und es wird sich massiv auch in der Migration unter den Jugendlichen auswirken. Ich überlege, wie man das in einem Crash-Kurs – für Interessierte – mal überblickbar machen könnte.

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Thomas Holm

März 2nd, 2013 at 14:50

Fliegender Teppich-Jet-Set-Kübras Bild mit Ban Ki Moon:

https://twitter.com/kuebra/status/306383304746229760/photo/1

Ein paar Stunden blieb die von ihr gepriesene Erdogan-Rede unbeanstandet.

Er hatte ja auch weniger neu verkündet, dass Zionismus ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit sei, sondern war einfach davon ausgegangen, dass alle das schon so sehen würden – und brachte das Ding dann so:

“So wie das für Zionismus, Antisemitismus und Faschismus gilt, ist es unerlässlich, Islamophobie als Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu betrachten.”

Er wollte einen zweiten Schritt (zur “Islamophobie”) machen, bevor er mit dem ersten Schritt (seinem Zionismus-Wahn) auf dem Boden aufgetreten war: und fiel auf die Nase.

Diesen Versuch zur Überrumpelung – immerhin von VertreterInnen aus aller Welt (außer Israel natürlich …) – rügte auch Ban Ki Moon – mit dessen Ablichtung unter ihrem Glanz: Kübra nun in ihrem ganzen Grinse-Stolz uns triumphierend anblickt.

Ein guter Muslim hätte hier sicherlich einiges zu zitieren, über all das Ungemach, welches die Hochmütigen “gewiss” (!) erwarte.

Und welch’ Ironie, dass sein Buch: zu einer munter sprudelnden Quelle eben dieses Hochmutes geworden ist.

Mein Mitgefühl gilt allen vermuteten fünf bis sieben Muslimen, denen schwant – dass da was nicht koscher sein könnte.

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Thomas Holm

März 2nd, 2013 at 15:03

Islamophobie – eine Überlegung zum ausmanövrieren und kontern:

Der Trick bei dem Anwurf von Islamophobie ist ja, dass “Phobie” für eine “nicht kontrollierbare Reaktion” steht. Etwas spastisches quasi, was ja sehr ironisch ist.

Auf einen Anwurf von “Islamophobie” hin sollt man einfach behaupten, man sei ein überhaupt nicht phobisch veranlagter Mensch, vielmehr geradezu ein Kontrollfreak.

Wenn man dann sagt, dass man sich beim Islam über die fortdauernde Buchung von Torheiten zur Programmierung von Misserfolgen und Erzeugung von grievances (Beanstandungen) WUNDERT, dann kann man nonchalant* einwerfen, dass man überhaupt nicht “islamophob”, sondern allenfalls etwas “islamostupendo” sei, weil man sich halt wundere.

*so nebenbei

http://www.albertmartin.de/latein/?q=stupidus&con=0

= dumm, verblüfft, starr

Das E betonen – islamostupEndo

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Thomas Holm

März 2nd, 2013 at 15:22

http://www.welt.de/newsticker/news1/article114074204/De-Maiziere-bestaetigt-Probleme-bei-Tuerkei-Einsatz.html

“Minister verweist auf unterschiedliche Traditionen”

aus einem Artikel weiter:

“Während des Besuchs von Verteidigungsminister Thomas de Maizière habe ein türkischer General eine deutsche Soldatin geschubst, die den Verkehr der Delegationsautos habe regeln wollen – so lautet zumindest die offizielle Version.

Nach Informationen des “Spiegels” schildern beteiligte Soldaten die Situation anders. Demnach habe es eine handfeste Rangelei gegeben, der General sei regelrecht ausgerastet. Deutsche Soldaten hätten die Feldjägerin schließlich beschützt. Mehrere Prellungen, die später von einem Arzt dokumentiert wurden, stützten diese Version.”

In der breiten Bevölkerung wird so etwas in der Summe zu einem Backlash führen, der auch üble Züge haben wird. Was aber natürlich wieder mit dem penetranten Herunter-spielen von solchen Vorfällen zusammen hängt.

Breite Teile der Bevölkerung waren auf einen Augenblick , die Türkei bei der nächstbesten Gelegenheit so richtig “im Regen stehen lassen” zu können.

Kulturrelativismus – das moderne Vehikel zum allgemeinen Volkswut-Stau.

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Thomas Holm

März 21st, 2013 at 20:12

Machokultur am Rande des Nervenzusammenbruchs:

“Religion als Vorwand” – Gott sei Dank und dieses mal auch sowieso eine andere:

“Das Opfer unterhielt eine freundschaftliche Beziehung zu einer jungen Türkin.
Deren Familie gehört der Glaubensgemeinschaft der Yeziden an. Den 19-Jährigen als Nicht-Yeziden sollen die Angehörigen abgelehnt haben. Das zumindest hatte ihm der 25-Jährige erzählt. Zudem sei damit zu rechnen, dass ihm Familienmitglieder Gliedmaßen abschneiden wollten, um so ihre Ehre wieder herzustellen.”

Das Ende allen Machotums … aber das ließ die Vorsehung (Allah auf deutsch) nicht zu:

“Er aber könne das verhindern. Bedingung sei, dass der 19-Jährige Sex mit ihm habe. So kam es nach Überzeugung der Richter zu den beiden Taten.”

Und Jetzt aber: eine wichtige Klarstellung vonseiten des Gerichtes:

“Dem 25-Jährigen sei es gar nicht um die Ehre der Familie oder um die Rettung des 19-Jährigen gegangen. Die Ehrgeschichte sei nur Mittel zum Zweck gewesen. …

Dreieinhalb Jahre Haft wegen Vergewaltigung: So lautet das am Mittwoch, 20. März, verhängte Urteil des Landgerichts Oldenburg gegen einen 25-jährigen Lohner türkischer Herkunft. Die Richter zeigten sich davon überzeugt, dass der 25-Jährige einen 19-Jährigen, der ebenfalls aus Lohne stammt, in zwei Fällen vergewaltigt hat.”

http://www.nwzonline.de/lohne/gefaengnisstrafe-soll-zweifache-vergewaltigung-suehnen_a_3,0,3275321865.html

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BIRD of FREEDOM

April 2nd, 2013 at 15:22

zu Aydin Findikçi:
——————————
Einstweilige Verfügung

Das Landgerächt München hatte nach einem Antrag von Findikçi, am 13.03.2013 ohne mündliche Verhandlung wegen Dringlichkeit gegen den Vorsitzenden des Vereins IDIZEM, Isa Güzel, unter Androhung eines Ordnungsgeldes von bis zu 250.000,00 € oder einer Ordnungshaft von bis zu sechs Monate wörtlich oder sinngemäß zu behauptet oder zu verbreiten, er, Findikçi habe erklärt, >>>>> der Islam sei brandgefährlich und müsse entschärft werden. <<>>>was auch sein Glaube ihm vorschreibe.<<<<>>http://www.turkishpress.de/de/news/28032013/putschist-oder-freidenker/4506

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BIRD of FREEDOM

April 2nd, 2013 at 15:28

sorry …da ist was falsch gelaufen …nochmal:
————————————————————
….In einer jüngsten Erklärung betonte Findikçi, er sei Aufgrund seines Fachartikels “Die Eroberung der Türkei“ vom 23.02.2013 in der Bayernkurier zum Ziel der Islamisten und ihrer Anhängern geworden, die vergeblich versuchen würden, ihn in der Öffentlichkeit als “islamfeindlich“ zu verunglimpfen.
Er selbst sei Islamangehöriger und interpretiere und lebe seine Religion zeitgemäß aus,

>>> was auch sein Glaube ihm vorschreibe. <<<Weil er aber anders denke, seine Religion zeitgemäß interpretiere, sich von der ISLAMISTISCHEN SCHARIA DISTANZIERE und sich zum GRUNDGESETZ OHNE WENN UND ABER BEKENNE, werde er verleumdet, beleidigt, verbal attackiert und beschimpft.

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Bragalou

April 3rd, 2013 at 15:38

Hallo BIRD of FREEDOM,

danke für den Hinweis auf die aktuelle Findikçi-Debatte.

Es zwingt die gesamte türkische Gesellschaft, sich nach Gülens Rechtsverständnis, also nach der Scharia, auszurichten.

Das ist falsch, Prediger Gülen hat die Scharia richtig verstanden, Aydin Findikçi hätte schreiben müssen:

Es zwingt die gesamte türkische Gesellschaft, sich nach Allahs Rechtsverständnis, also nach der Scharia, auszurichten.

Findikçi wird kulturkreistheoretisch:

Und der Westen wird nochmals feststellen müssen, auf das falsche Pferd gesetzt zu haben.

Thema verfehlt, was soll die Verherrlichung des Abendländischen bzw. Transatlantischen, Findikçi hätte schreiben müssen:

Und die freiheitliche Demokratie wird nochmals feststellen müssen, auf das falsche Pferd gesetzt zu haben.

Wir werden gar nichts erreichen, wenn wir einen irgendwie netten Islam verteidigen. Und wir werden ebenso gar nichts erreichen, wenn wir (letztlich wie Chomeini-Wegbereiter Ali Schariati, nur umgekehrt) den legendären “Westen” oder “Okzident” verteidigen, denn dann bzw. solange dürfen die so genannten Muslime ihren imaginierten “Osten” oder “Orient” bewohnen, emotional wie juristisch: Die Zone von kultureller Vormoderne und diskriminierender Scharia. Wir dürfen die eine, unteilbare Welt eben gerade nicht spalten in westlich und östlich.

Wir müssen die kulturelle Moderne verteidigen, und die gibt es nicht im Plural. Im Sinne allgemeiner Menschenrechte (10. Dezember 1948) gibt es nur eine einzige menschliche Zivilisation. Wir müssen die universellen Menschenrechte durchsetzen, weltweit, eben nicht nur im “Westen”. Wer hier ausweicht, begünstigt die von der globalen Scharialobby angestrebte Rechtsspaltung, wobei, noch einmal, mit Allahs Gesetz kein “Islamismus” durchgesetzt wird, sondern Islamisches Recht sprich: Islam.

War Imam al-Ghazali “Islamist”? Natürlich nicht, er war Muslim und verlangte das das authentische religiöse islamische Leben, sprich: das Handeln in Übereinstimmung mit dem Islamischen Gesetz (Scharia).

War der Prophet über in Mekka und Medina “Islamist”? Natürlich nicht, Mohammed war Muslim und hat in seinen 23 Jahren keinen “Islamismus” aufgebaut, sondern echten reinen Islam.

Ob damals oder heute: Wer die Scharia will, ist kein “Islamist”, sondern Muslim.

Recht hat Aydin Findikçi insofern, als dass er die Scharia zurückweist.

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Dwarslöper

April 4th, 2013 at 00:00

Mich enttäuscht oder irritiert der Soziologe manchmal, von anderen Sätzen wiederum bin ich sehr begeistert. Ein für mich negatives Beispiel zuerst. Schon 2009 beschrieb die WELT: “In einem eindringlichen Appell will der an der Münchener Universität lehrende Soziologe Dr. Aydin Findikci mit einem falschen Islamverständnis in Deutschland aufräumen” und titelte, sicherlich nett gemeint aber ziemlich irreführend: “Veraltete Koran-Auslegung bremst die Integration”.

Das soll doch mal jemand den Teheraner Geistlichen auf offener Straße – in Teheran – ins Gesicht sagen: Hey, Mullahs, eure Theologie ist für die Gegenwart und Zukunft ungeeignet. Oder jemand schmettere es den saudi-arabischen Ulama entgegen, am Besten in Sichtweite der Kaaba: Salam alaikum, eure Koranauslegung ist islamisch gesehen von gestern. Ich tippe auf Anklage für Verderbenstiften auf Erden oder Krieg gegen Gott.

Mohammeds Sozialsystem ist zeitlos und immer jung, “Medina” muss täglich (brutal) aufgebaut und (brutal) rein gehalten werden. Frischer, taufrischer als die Scharia geht es also gar nicht, jedenfalls sagen das die Schariabewegten, und die wollen in den Himmel.

Aydın Fındıkçı ist sicherlich ein Säkularer und meint es gut … aber wo ist bei all seinem Gerede von westlichen Werten (“Ein Land, wie die Türkei, das mit seiner eigenen Kraft es nicht schafft, sich zu einer Demokratie im westlichen Sinne zu entwickeln und sich bewusst von der westlichen Welt abzukoppelt”, s. u. Quelle 2) sein Bekenntnis zur AEMR?

Die weniger informierten Leser könnten, so befürchte ich, auf den nächsten Taqiyya-Schleimer hereinfallen, der knallhart schariabasierte Paragraphen durchsetzen will, aber nicht selten ebenfalls davon erzählt (märchenhafte Schönfärberei …), die Scharia sei “im Kern” friedlich und im Wesen so was von flexibel und Europa bräuchte nur dynamische professionelle Schariagerichte und einen modernen europäischen Fiqh.

Schon 2009 … was für eine Sonder-Spezies sind eigentlich “Islamangehörige”:

der Soziologe schrieb: “Weltweit leiden Hunderte von Millionen von Islamangehörigen unter dem politisierten Islam”

Eher daneben. Richtiger wäre gewesen:

Weltweit leiden Hunderte von Millionen von Islamangehörigen unter dem Revival des authentischen Islam

Folgendes (Die Welt am 29.12.09) erhofft so etwas wie eine (allerdings doch wohl gar nicht vorhandene) deutsche muslimische Moscheeresistenz und unterstellt den Scheichen und Muftis in Dschidda (ich denke zu Unrecht), den Islam falsch anzuwenden, ja, zu missbrauchen:

“Die überwiegende Mehrheit (mehr als 90%) der in Deutschland lebenden Islamangehörigen können und wollen sich mit den auf deutschem Boden stehenden Moscheen, egal ob mit oder ohne Minaretten, nicht identifizieren, weil sie diese zu Recht in erster Linie nicht als Ort für Gebete, sondern als Ort für die Verbreitung politisch und islamistisch motivierter Botschaften halten. Dies ist u.a. auch darauf zurückzuführen, dass die Moscheen in Deutschland nicht von den aufgeklärten, demokratisch erzogenen und säkulären Islamangehörigen, sondern von politischen Strömungen aus dem Ausland (Türkei, Iran, Pakistan, Kuwait usw. ) gegründet, gesteuert, gelenkt und auch für politische Zwecke missbraucht und instrumentalisiert werden.”

Aydın Fındıkçı meinte es 2009 gut, sicherlich, aber schon Muhammad verschmolz Seelenrettung und Staatsführung und nannte das Ergebnis Islam.

Findikcis unmittelbar anschließender Satz trifft sogar ins Schwarze:

“Wer sich mit seinem islamischen Ursprung zum Grundgesetz bekennt, ohne sich von der Scharia zu distanzieren, der taktiert (Takkiye).”

Eben, mit seinem islamischen Ursprung (und nicht: mit seinem islamistischen Ursprung). Bleibt allerdings doe Möglichkeit, dass der so genannte Muslim Scharia oder Grundgesetz oder beides gar nicht so genau kennt bzw. gar nicht so genau kennen will, dann hätten wir weniger Taqiyya und mehr Lernverweigerung.

Mich enttäuscht oder irritiert der Soziologe manchmal, von anderen Sätzen wiederum bin ich sehr begeistert, hier ein wie ich finde gelungenes Wort:

“Die türkische Gesellschaft wird seit Jahren immer undemokratischer, konservativer und einschüchternder. Die Theologisierung der Politik und die Islamisierung der Gesellschaft haben enorm zugenommen. Die religiösen Strömungen werden immer sichtbarer und mächtiger.” (Quelle 2).

Quelle 1

http://www.welt.de/politik/deutschland/article5665837/Veraltete-Koran-Auslegung-bremst-die-Integration.html

Quelle 2

http://www.mesop.de/2010/09/08/die-turkei-wird-nie-eine-westliche-demokratie-die-welt-8-9-2010/

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BIRD of FREEDOM

April 4th, 2013 at 18:27

@
Bragalou +Dwarslöper
ich habe das hier gepostet weil mich dieser Satz IRRITIERT hat :

Er selbst sei Islamangehöriger und interpretiere und lebe seine Religion zeitgemäß aus,

– ->>> WAS AUCH SEIN GLAUBE IHM VORSCHREIBE <<>>dass sein Glaube ihm vorschreibt seine Religion ZEITGEMÄß zu leben <<>>Mich enttäuscht oder irritiert der Soziologe manchmal >>>,

oder sollte man hier davon ausgehen?
>>>dass der so genannte Muslim Scharia oder Grundgesetz oder beides gar nicht so genau kennt bzw. gar nicht so genau kennen will, dann hätten wir weniger Taqiyya und mehr Lernverweigerung. >>
(bei den wenigen Kultur-Muslimen die ich persönlich kenne ist dies oft der Fall… was allerdings unserer gegeseitigen Symphatie keinen Schaden zufügt…)

k ann ich mir bei einem Soziologen fast nicht vorstellen?
( da ich anderseits einige Soz.Päd +Förderschullehrer kenne die in der ” Integrationsindustrie ” arbeiten und NULL Ahnung vom Islam haben schließe ich NICHTS mehr aus!)

Danke und Gruß

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Manuel Kant

Januar 30th, 2014 at 15:57

Der Beitrag beschreibt die Lebensrealitäten für Frauen innerhalb einer islamischen Parallelgesellschaft sehr zutreffend, denn diese lebt eben nicht von europäischen Werten, sondern von Dogmen einer bis heute nicht reformierten religiösen Ideologie die von einer Machokultur geprägt und dominiert wird.

Diesen Tatsachen werden andere Erklärungsansätze gegenüber gestellt, die Ursachen z.B. in einer gestörten Sozialisation, Integrationsdefiziten, missverstandenem Islam oder dissozialen Persönlichkeitsstörungen suchen, aber natürlich nichts mit dem Islam zu tun hätten.

Nun, ich frage mich warum es eine Deutsche Islamkonferenz denn überhaupt geben muß, aber nicht z.B. Buddhismus Konferenzen oder Hinduismus Konferenzen, wenn doch der Islam kompatibel mit einer säkularen, westlichen Demokratie ist und auch nicht im Konflikt mit dieser steht? Wenn das so wäre, wären damit auch diese ganzen Diskussionen und Organiationen doch entbehrlich.

Als konfessionsfreier Bürger dieses säkularen Rechtsstaates frage ich mich auch, wieso ich Toleranz gegenüber einer zunehmenden religiösen Kontamination oder Klerikalisierung des öffentlichen Lebens üben soll? Religion ist Privatsache. Es ist nicht Aufgabe des Staates dies auch noch zu fördern und in das öffentliche Leben hineinzutragen.

In den Islamdebatten wird auch immer wieder ein Missverständins vom Islam behauptet. Wiederum ein Alleinstellungsmerkmal, da der Islam anscheinend die einzige missverstandene Religion ist. Aber natürlich nur von einem kleinen Teil der überwiegenden Mehrheit der friedlichen Muslime. Nun, ich kenne die rund 4 Millionen Muslime nicht persönlich und kann deshalb auch nicht beurteilen wer von ihnen den Islam richtig oder falsch versteht. Definitiv kann ich aber einem Bundesverfassunsgschutzbericht entnehmen, dass die Anzahl der Muslime, die den Islam wohl falsch verstehen und sich radikalisieren, von Jahr zu Jahr steigt. Bei aller Friedfertigkeit scheint doch ein wachsendes Potenzial an Gewaltbereitschaft gegeben zu sein. Auch dies ein Alleinstellungsmerkmal der islamischen Religionsgemeinschaft.

Und nun die offene Eskalation zwischen ZRM und Uni Münster bzw. Herrn Khorchide. Meinem Verständnis nach vesucht Herr Khorchide aus dem Islam eine barmherzige Religion zu zaubern, die sie definitv nicht ist und deshalb auch zu dem bekannten Konflikt mit den Muslimenverbänden führt, diese aber auch in ihren Zielen entlarvt und ihre Distanz zu unseren Werten beweist. Ihren Höhepunkt finden solche Debatten dann in dem absurden Konstrukt von einem Euro-Islam, den es niemals geben wird, weil er keine Akzeptanz in der islamischen Welt finden wird. Ich sehe auch keinen Reformator des Islam vom Schlage eines Martin Luther, der dies leisten könnte. Ganz im Gegenteil neheme ich einen zunehmenden Fundamentalismus wahr, den auch die WZB in ihrer jüngsten, europaweiten Studie bestätigt:http://www.wzb.eu/de/pressemitteilung/islamischer-religioeser-fundamentalismus-ist-weit-verbreitet

Was mich aber ganz besonders anwidert, ist, dass angeblich freie “Kopftuch-Muslima”, ihre “Freiheit” im Islam begründen obwohl ganz klar ist, dass sie als Menschen (und eben nicht als Muslima) nur deshalb frei sind, weil sie in einer nicht-islamischen, säkularen, westlichen Demokratie leben, dies aber in ihrer Argumentation schlichtweg unterschlagen. Im übrigen finde ich das Kopftuch ähnlich stigmatisierend wie den gelben Judenstern. Interessanterweise verzichten Moslems aber auf solche “Freiheitssymbole” . Ich denke sie haben es verdient hierbei gegenüber der Muslima gleichberechtigt zu werden.

Organisationen wie Muslima-Pride sollten vielmehr einer islamischen Machokultur entschieden entgegentreten und das westliche Werteverständnis einbringen. Das wäre auch ein deutliches Bekenntnis zu Deutschland und gegen eine islamische Paralellgesellschaft.

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Russenkind

März 4th, 2014 at 22:38

Ein Blick auf Länder, in denen Islam (die) Staatsreligion ist
und in denen islamische Gesetze gelten
sollte reichen, um eine Vorstellung davon zu bekommen,
was Islam tatsächlich bedeutet —

— ungeachtet aller Erklärungsversuche von Islam-Beschönigern und -verharmlosern.

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