Selin Yesil: Kulturchauvinismus trifft Kulturrelativismus

Kulturrelativismus ist ein Verbrechen. Kulturchauvinismus auch. Was passiert, wenn ein Verbrechen auf ein Verbrechen trifft? Na beide fangen natürlich an, sich gegenseitig zu lieben. Kulturrelativismus stärkt den -chauvinismus, Kulturchauvinismus den -relativismus. Heißt: Der Kulturrelativismus stärkte den Islam, der Islam den Kulturrelativismus. Danach wurde es recht bizarr, denn eigentlich widersprachen sich beide Konzepte grundlegend. Das eine Konzept war recht neu und unsicher, das andere aber selbstsicher und reaktionär. Gegensätze können bekanntlich kreativ machen. Nicht in diesem Fall. Es wurde nicht bunt, leider, sondern bipolar. Beispiel: Der Kulturrelativismus – gerne auch mal feministisch, aufgeschlossen und progressiv – hatte kein Problem mit gelebter Frauenfeindlichkeit im Islam. Schließlich lernte er, der Kulturrelativismus, moderne, muslimische Frauen kennen, die sehr authentisch und glücklich die Frauenfeindlichkeit verteidigten. Diesen Musliminnen ging es mit hohem Selbstbewusstsein am Allerwertesten vorbei, wenn ihren Glaubensschwestern im Namen des Islam Ungerechtigkeiten widerfuhren. Geschah denen recht, mussten fromme Musliminnen glauben. Wenn es hochkam, logen diese Frommen, dass das natürlich nie etwas mit dem Islam zu tun haben konnte. In Wirklichkeit ignorierten die aktiven Musliminnen aus religiösen Gründen rigoros alles, was den Ruf des Islam hätte schaden können. Allah war super-allmächtig und das eigene Seelenheil musste gerettet werden. Wozu ein unnötiges Risiko eingehen und Verfluchte verteidigen? Sich für etwas einzusetzen, was Allah verflucht hatte, war schließlich haram, streng verboten.
Der Kulturrelativismus ignoriert immer noch, weil er liebt ja den Islam. Und was tut man nicht alles für seine Liebe?

Kulturrelativismus und Islam als klassisches Liebespaar

Stelle man sich diese Liebe sehr chauvinistisch und klassisch geführt vor: Der Islam tritt als der dominierende und richtungsweisende Mann auf, eben Macho, der weiß, was er will. Der Kulturrelativismus sei eine liebe, naive und klassische Frau, die auf den Mann, den Islam, trifft und in ihm den perfekten Beschützer sieht. Sie wird blind vor Liebe und liebt. Eine einseitige Liebe macht den unabhängigen Mann leider nicht weicher, sondern selbstbewusster und stärker. Was passiert mit der Frau? Sie wird abhängiger, bedeutungsloser und verschwindet hinter ihren eigenen Gefühlen. So verhält es sich metaphorisch auch in der Beziehung zwischen dem Kulturrelativismus und Islam. Solche gestörten Beziehungsverhältnisse öffentlich mitanzusehen, ist nicht romantisch, sondern unerträglich. Eine außenstehende und selbstbewusste Frau erträgt in einer Kultur der Gleichberechtigung den Anblick niemals. Das einzige, was ihr zu ihrer Geschlechtsgenossin einfällt, ist immer: “Trenn’ dich doch, du dumme Kuh.”. Als logische Konsequenz müsste sich der Kulturrelativismus als abhängige und unterwürfige Frau vom Islam und allen anderen Kulturchauvinismen emanzipieren, ansonsten wird er also sie als ewiger Romantiker zugrunde gehen. Denn der Kulturrelativismus und der Islam führen keine Beziehung auf Augenhöhe, sondern der Islam pocht auf seine Überlegenheit und Machtansprüche. Der Kulturrelativismus spielt mit. Liebe kann auch verhängnisvoll sein.

Wenn die kulturrelativistische Frau nicht bald selbstbewusster wird und an sich arbeitet, wird sie früher oder später ihre Gunst mit anderen Nebenbuhlerinnen teilen müssen. Der Macho lebt sein Leben. Spätestens dann merkt sie, wie illusorisch und destruktiv die ganze Beziehung eigentlich gewesen ist. Denn der Islam ist polygam und pflegt – wie bereits erwähnt – recht einseitig seine eigenen Vorlieben. Die Frau ist eine Geduldete und gibt sich mit allem zufrieden. So bleibt dieser Chauvinismus ein kulturell starres Konstrukt, das sich niemals freiwillig für andere ändert. Eben durch und durch selbstüberzeugt und dominant.

Der Islam spricht die einfachen Sinne an. Leider nur die Männlichen. Wo das hinführt? Direkt in die Barbarei. Warum denn, sind alle Männer wilde Tiere? Nein, aber der Islam hat dahingehend sehr konkrete Vorstellungen, was den Menschen, seine Rollen und den Aufbau einer Gesellschaft angeht, die nicht nur in sehr ausführlichen Schriftsätzen geschrieben stehen, sondern vital aufblühen und geistig leben. Auch wenn man sich das kaum ausmalen kann. Warum denn diese abgelutschte und ablenkende Islamophobie, die ich hier sehr offensichtlich nachzeichne? Es gebe doch viel größere wirtschaftliche Probleme, die gerade in Verteilungskämpfen entarten und Existenzen vernichten würden. Genau und der Islam macht sie auch nicht besser, sondern schlimmer. Er würde vielleicht sogar davon profitieren.

17 Kommentare

  1. Leser im Kulturschock · Februar 20, 2013

    Sehr geehrte Frau Yesil,

    seit geraumer Zeit verfolge ich Ihr Blogbuch. Ich muss gestehen, dass ich durch Ihre verschlüsselten und fremdenfeindlichen Botschaften leider nicht schlauer werde. Was möchte die Autorin der Öffentlichkeit mitteilen? Möchte Sie ihr überhaupt etwas mitteilen? Das sind nach dem Lesen Ihrer wenigen Aufsätze meine ersten Gedanken. Auf der einen Seite feiern Sie die allgemeinen Menschenrechte. Auf der anderen Seite wollen Sie diese in Ihrem Sinne eingeschränkt wissen. Ja, was denn nun? Arbeiten Sie doch schriftlich einen zeitgemäßen und überzeugenden Anti-Koran aus, errichten Sie Tempel und laden Sie Interessierte ein. Aber die Ironie sollte bleiben. Ich war öfters in Moscheen und sah nicht gerade Menschen, die wahnhaft zum Glauben gezwungen waren. Die Gedanken, die Sie sich machen, machen sich die Meisten nicht. Das ärgert Sie wahrscheinlich, aber jeder Mensch ist ein individueller Freigeist und taucht nur so tief, wie er tauchen kann.

    Außerdem eine kulturübergreifende Neufeministin, die es schafft, alle sexistischen Klischees in einem einzigen Text zu vereinen, offenbart einfach Ihre Orientierungslosigkeit. Studieren Sie bitte zu Ende, arbeiten Sie und leben Sie ein ordentliches Leben. Sie werden sehen, dass das Leben noch komplizierter ist als sie es hier darstellen. Wenn Sie den Anspruch haben, alles zu erklären, werden Sie daran scheitern. Menschen, die zum Überleben Feinde brauchen, haben keine Freunde. Das ist nicht zukunftsfähig. Sie werden wahrscheinlich vereinsamen, wenn Sie sich weiter mit solchen virtuellen Gedanken und Fragen belasten.

    Mit freundlichen Grüßen
    Leser im Kulturschock

    [WORDPRESS HASHCASH] The poster sent us ‘0 which is not a hashcash value.

  2. Thomas Holm · Februar 20, 2013

    @ Kulturschocker

    “Ich war öfters in Moscheen und sah nicht gerade Menschen, die wahnhaft zum Glauben gezwungen waren.”

    Na, Herzlichen Glückwunsch; und dass diese Frauen eventuell ihren Töchtern erzählen, dass “Freiheit nichts für uns ist” können Sie sich sicher auch nicht vorstellen.

    Freiheit heißt nicht, dass jede Wahnsinns-Gemeinde (“ihre”) Leute zurecht kujonieren darf, sondern: dass einem/r Jeden jede Wahnsinnsgemeindes den Buckel ‘runter zu rutschen hat, wenn sie einem/r nicht (mehr) passt.

    Für Scientology ist das ziemlich Konsens; nur beim Allah-Kult soll das fremdenfeindlich und Menschenrechts-widrig sein.

    Ziemlich verdächtig, dieser Kulturschock, von dem Sie da umtrieben sein wollen.

    Schauen Sie mal, was Obama macht: der erklärt einfach die muslimischen Streitfronten in Syrien zu Terroristischen Organisationen und schon sind die ganzen Opfer auf einmal Aktivposten im Krieg gegen den Terrorismus, der eigentlich dreimal beendet, bzw. bis zur Unkenntlichkeit umbenannt wurde.

    Tolerant – bis die Muslime fertig sind miteinander.

    Und von sowas kriegt kaum einer einen Kulturschock.

  3. subaltern kitsch · Februar 20, 2013

    “Schließlich lernte er, der Kulturrelativismus, moderne, muslimische Frauen kennen, die sehr authentisch und glücklich die Frauenfeindlichkeit verteidigten. ”

    Soll heißen, “moderne, muslimische Frauen”, die auf der Eva Herman Linie sind, sind Verbrecherinnen. Das dachte ich mir auch immer. Frauen sind immer noch reaktionäre Fortschrittsverweigerinnen.

    Wie sollen sich muslimische Frauen idealtypisch verhalten, damit sie nach einem halben Jahrhundert endlich integriert werden? Oder anders gefragt, müssen muslimische Frauen alle Verbrechen im Namen des Islam dokumentieren und sich lauthals davon distanzieren? Nicht, dass es solche Aktionen und Aufklärungskampagnen schon gibt, die natürlich niemanden interessieren. Das ist doch langweilig, was Musliminnen versuchen zu machen, um einen Beitrag zu leisten. Nach der Autorin können sie auch niemals etwas Glaubwürdiges zustande bringen, denn der von Freigeistern gefeierte Guru-Orientalist H.P. Raddatz hat in seiner fundamentalen Expertise festgestellt: Jede Moschee ist der Anfang allen gesellschaftlichen Übels. Das Böse steckt im Wesen des Moslems drin.

    Selin Yesil, du bist sehr überzeugend. Ich prognostiziere, dass schon bald massenweise Menschen dem Islam abschwören werden. Der Islam ist nämlich die Hauptsorge der Menschheit. Und an wen sollen sie sich dabei wenden? An euch oder an ZdE? Diese Inszenierung des gesellschaftlichen Kulturkampfes ist eine postmoderne Errungenschaft der Massenmedienindustrie, die wie ein verzogenes Kleinkind arbeiten muss, um vom Wesentlichen abzulenken und die Aufmerksamkeit der Zuschauer zu erregen. Aufklärung sieht anders aus. Aber dafür interessiert sich niemand. Die Epoche ist nämlich abgeschlossen. Das gegenwärtige und schnelllebige Zeitalter heißt Globalisierung. Um Widersprüche auszuhalten, wurde schon längst Diversität gesichtet und beschrieben. Und nicht um hypersensible Menschen zu ärgern, sondern um dem Ist-Zustand deskriptiv gerecht zu werden. That’s it. Abwertung ist reaktionär und kontraproduktiv. Das kommt nirgends gut an. Es geht global in Richtung, Modernisierung, Individualisierung, Toleranz, Freiheit, Eigenverantwortung, Nützlichkeit und Selbstverwirklichung. Kulturrelativismus wird bleiben und um sich greifen. Chauvinismus nicht. Wetten?

  4. Free Minds Fan · Februar 20, 2013

    Hallo Free Minds,

    Seit einigen Monaten verfolge ich begeistert euren Blog und bin froh, dass augenscheinlich türkischstämmige, junge Frauen, den mutigen Schritt unternommen haben, einen islamkritischen Blog zu gründen. Die Wenigsten werden wissen welche Gefahr Ihr auf euch nehmt so furchtlos Aufklärungsarbeit zu leisten und selbstverständlich werden immer wieder solche Kulturschocker wie weiter oben hier auftauchen, um euch, wenn schon nicht in harschem Ton, dann aber doch mit vorgespielte Gelassenheit und Friedensabsicht, unterstellen, dass es nicht etwa der Islam ist, der euch bedroht, sondern ihr den friedliebenden Islam und mit ihm den friedensbewegten Muslim und Muslima (Mashallaaaaah).

    Der Tenor ist immer der Gleiche. Ihr seid es nämlich, die sich Feinde macht und machen wollt, ihr seid die bösen Querulanten, die unprovoziert den lieben Islam angreift. Ihr seid es, die die friedfertigen Moslems angreift und mit den Konsequenzen leben müsst, wenn sie sich dann anfangen zu wehren. Solche Leute wie ihr haben dann selbstverständlich auch keine Freunde, denn euch geht es nicht um Freundschaft und Liebe, sondern nur um Hass und Zwietracht und das nur, weil ihr nicht mehr länger gewillt seid Befehlsempfänger des muslimischen Mannes und Gebärmaschinen Allahs zu sein (Inschaaaallaaah). Weil ihr es wagt das Wort Freiheit und Selbstbestimmung wörtlich zu nehmen und auch noch die Frechheit besitzt dies für euch einzufordern und es auch sonst nicht lustig findet mit 15 nach Turkestan verfrachtet, um an einem gänzlich fremden Mann verheiratet zu werden (Alhamdulillääääh).

    Macht bitte weiter und habt keine Angst Fehler zu machen, denn ohne Irrtümer kein Erkenntnisgewinn und auch kein Fortschritt. Deshalb auch ist es dem Kulturschocker auch so ein Graus, dass jemand (Free Minds) die Frechheit besitzt etwas erklären zu wollen, denn das Leben ist ja so kompliziert und schon allein der Versuch es verstehen und erklären zu wollen ist Kufr. Seid euch aber sicher, dass solche Zeilen nur Islamverseuchte Köpfe produzieren, die voller Neid sind ob euer Mut.

    Nun einige Kritikpunkte und Anregungen:

    Reduziert bitte den Anzahl der Artikel auf der Hauptseite, denn selbst meinem modernen Laptop ist das zuviel und ihr solltet bedenken, dass viele Surfer viel ältere PCs und Betriebsysteme einsetzen, von mobilen Empfangsgeräte ganz zu schweigen.

    Verzichtet wenn es geht auf externe Artikel und wenn ihr unbedingt diese dem Leser nahe bringen wollt, dann als Link innerhalb eurer eigenen Texte.

    Verwendet für eure Artikel ein Layout, das relativ gleichbleibend ist und den Leser nicht irritiert.

    Behaltet eine gesunde Portion Skepsis gegen solche Leute wie Eckhardt Kiwitt und andere PI-Autoren insgesamt. Diese geben gerne vor pluralistisch angehaucht zu sein, aber letztendlich sind sie ebenfalls Dogmatiker und im Falle von Kiwitt sehr dünnhäutig und Geltungsbedürftig.

  5. Markus · Februar 20, 2013

    “Schließlich lernte er, der Kulturrelativismus, moderne, muslimische Frauen kennen, die sehr authentisch und glücklich die Frauenfeindlichkeit verteidigten. ”

    Der Zustand der eigenen Unfreiheit kann durchaus als angenehm empfunden werden. Man verzichtet zwar auf die eigene Meinung, aber die Erfahrung der kollektiven Verteidigung der aufgezwungenen Regeln kann durchaus ein Gefühl der Kameradschaft, bzw. Gemeinschaft vermitteln. Dieses vermittelt wiederum Geborgenheit und Nestwärme innerhalb der Gruppe und das Gefühl der Macht und Stärke, wenn diese Gruppe als Kollektiv in der Öffentlichkeit auftritt. Wenn dann noch etwas Lob hinzu kommt, dann sind viele Menschen trotz ihrer eigenen Unfreiheit schlicht und ergreifend glücklich und sehr vielen Menschen ist dieses Gefühl des Glücks schlicht und ergreifend wichtiger, als die eigene Freiheit. Wenn dann noch das Gefühl „WIR gegen den Rest der Welt!“ dazu kommt, dann potenzieren sich diese Effekte sogar noch.

    Um dies zu verstehen muss man sich doch nur einmal die Gesichter von Menschen anschauen, die gemeinsam auf der Straße eine Ideologie der Unfreiheit vertreten. Unabhängig von der Ideologie, die genau vertreten wird, kann man auf den Gesichtern solcher Menschen ein Gefühl der Stärke erkennen. Des Weiteren kann man auch erkennen, dass ihnen genau dieses Gefühl der Stärke gefällt. Die Tatsache, dass sie dabei eigentlich unfrei sind, ist ihnen egal.

    Genau aus diesem Grund bin ich auch der Ansicht, dass Mut zur eigenen Schwäche beim gleichzeitigen Stehen zu den eigenen Überzeugungen die wahre Stärke ist. Man verzichtet auf den Adrenalin Kick und macht trotzdem, was man für richtig hält. Leider ist diese Form der Stärke allerdings nicht gerade sehr verführerisch, da sie eben nicht auf Gefühle, sondern auf innere Überzeugung setzt. Zumindest gilt dies zu Anfang, da wahre Freiheit, wenn man sie erst einmal zu schätzen gelernt hat, besser ist als jede Diktatur.

  6. Eckhardt Kiwitt, Freising · Februar 20, 2013

    @ Free Minds Fan: 20. Februar 2013 at 17:36

    Zwar weiß ich nicht, wer Du bist und woher Du mich so gut zu kennen glaubst, aber Du kannst es mir ja mitteilen, indem Du, wie ich das hier — und anderswo seit Jahren — ausschließlich mache, unter Klarnamen schreibst.

    Oder bist Du dazu zu dünnhäutig ?

    ::

    P.S.:
    Für PI mache ich schon seit einiger Zeit nix mehr, halte mich dort aus triftigen Gründen fern (wg. “kewil” und ein paar anderen, die dem Blog eine Richtung geben, die mir nicht gefällt).

  7. Profilbild von Free Minds
    Free Minds · Februar 20, 2013

    Hallo Free Minds Fan,

    vielen Dank für die lobenden Worte und die sehr konstruktive Kritik. Free Minds muss natürlich noch sehr viel an sich, den Inhalten und der Website arbeiten, vor allem technisch haben wir leider (noch) keine weiblichen Nerds gefunden. Wir hoffen, dass wir in unserer realen Frauenarbeit einige IT-Hobbyexpertinnen gewinnen werden. Aber die konkreten und sinnvollen Vorschläge werden wir versuchen, umzusetzen.

    Eine Kritik möchten wir aber auch an dem sonst erfreulichen Kommentar äußern. Wir wurden auf die namentliche Erwähnung von “Eckhardt Kiwitt” leider erst nach der Veröffentlichung des Beitrags aufmerksam gemacht. Auch wenn die Warnung nett und konstruktiv gemeint war, ist das insgesamt nicht fair. Eckhardt Kiwitt hat sich von PI öffentlich distanziert. Seine islamkritische Blogseite http://islamprinzip.wordpress.com/ lässt keinen Verdacht zu, dass seine Distanzierung nicht ehrlich gemeint ist. Es hilft uns mehr, wenn man die Kirche im Dorf lässt. Wer hier die extremen Widersprüche, Positionen, Provokationen und alle möglichen Narrenfreiheiten aushält, kann bestimmt nicht ungefährlich sein. Gegenseitige Skepsis und universeller Generalverdacht gehören daher zum Selbstverständnis von Free Minds. 🙂

    Aber Scherz beiseite, wir haben uns insgesamt über das Kompliment sehr gefreut, bedanken uns für die Blumen und würden uns sehr freuen, wenn sich eine direkte Kommunikation zwischen “Free Minds Fan” und “Eckhardt Kiwitt” ergeben würde, um den vorherrschenden Zweifel zu klären.

    Beste Grüße
    Free Minds Team

  8. Thomas Holm · Februar 20, 2013

    @ Selin

    “Der Islam spricht die einfachen Sinne an. Leider nur die Männlichen. ”

    Doch auch das Männliche bedarf zur Bedingung seiner Möglichkeit: Tätigkeiten seiner Hervorbringung, was im (“christlichen”) Europa auch schon mal zu Extra-Anstrengungen und “Würdigungen” geführt hat; Stichwort:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Mutterkreuz

    wovon man sich Umstände-halber allerdings wieder distanzieren musste:

    “Das Ehrenkreuz der Deutschen Mutter gehört zu den nationalsozialistischen Auszeichnungen, deren Führung in der Bundesrepublik Deutschland nach dem Gesetz über Titel, Orden und Ehrenzeichen vom 26. Juli 1957 in keiner Form zulässig ist.”

    Wohingegen in etwa Frankreich der Schock von Verdun bis heute fortwirkt (ohne, dass das hier auf eine Stufe gestellt werden soll):

    “Eine ähnliche Praxis war bereits in Frankreich durch die Vergabe der Médaille de la Famille française üblich. Diese Ehrung der französischen Mutter besteht bis heute fort.”

    “die einfachen Sinne”, die im Islam angesprochen werden, können m.E. dahin konkretisiert werden, dass es sich bei den weiblichen: um die mütterlichen und bei den männlichen: nicht unbedingt primär um die väterlich-familiären handelt.

    Diese leicht ins männlich-asoziale gehende Asymmetrie-Schlagseite erwischt die westliche Spaß-Gesellschaft sehr unglücklich auf ihrem unreflektiert-hedonistischen Hinkefuß.

    Das Durchbrennen bleibt für den Mann ein Kavaliersdelikt (ein Begriff, der einer Islamischen Real-Theologie wohl gut zu Gesicht stehen würde) während der gleiche Vorgang (sowie weit “minder schwere Fälle” von Traditionsverweigerung) für die muslimische Frau doch drastischere Konsequenzen zeitigen, insbesondere, wenn Straf-unmündige Brüder, Cousins, etc. greifbar sind.

    So wird es dann ganz selbstverständlich, wie die Gemeinde wächst:

    “particularly the Caribbean Muslims, converted to Islam in various circumstances including marriage and in prison.”

    http://en.wikipedia.org/wiki/British_African-Caribbean_people

    Dabei ist dann halt irgendwie schon klar, welches Geschlecht im Knast und welches bei der Heirat zur Wahren Religion findet. Der Mann dreht seine kriminellen Ehrenrunden und die Frau sorgt als Mutter und Schwiegermutter dafür, dass die Nachkommenschaft beieinander gehalten und gemehrt wird.

    Für das Selbstempfinden eine Verzögerungsprobe in biografischer Geduld:

    Als Mutter* kann die muslimische Frau dann an der Hegung der Ehre von Familie und Gemeinde teilhaben; während sie zuvor nur als Trägerin eines Risikos des Verlustes derselben in Erscheinung treten konnte.

    *je krasser die Söhne, desto höher der mütterliche Beitrag zur Mehrung des
    Kollektiv-Kapitals der Ehre – des einzigen Kapitals, was diese Gemeinde hat.

  9. Selin · Februar 20, 2013

    @Thomas

    Vielen Dank für die sehr gute Beschreibung der Gesellschaftsentwicklung. Ergänzen möchte ich den Gedanken, dass es nicht schlecht wäre, ein zeitgemäßes und modernes Konzept der Leitkultur zu formulieren, wo man erstens die Macht- und Einflussbestrebungen von Religionen vor allem ganz konkret vom Islam beschneidet. Zweitens müssen kulturfremde Stämme und Kollektive gesprengt werden, die den Individuen auch eine Entwicklungsmöglichkeit und Befreiung geben würden. Drittens müsste eine offene Pluralisierung stattfinden, wo diese eben unmöglich wird, wenn es statische Kultur- und Glaubenssysteme gibt, die jede Veränderung bzw. Entwicklung verhindern. Das Widersprüchliche in dieser gesellschaftlichen Entwicklung ist eben, dass die Gastarbeiter-Türken ja anfangs als Fremde ausgegrenzt wurden. Man war auch froh, dass sie unter sich blieben und diese Haltung hat den Islamisten einen Bärendienst erwiesen, weil es ihrem inhärenten Glaubensprinzip der Segregation zwischen Gläubigen und Ungläubigen entsprach.

    Die demographische und wirtschaftliche Entwicklung könnte einen weltweiten clash of civilization begünstigen, dann wäre die Frage interessant, in welchen gesellschaftskulturellen Zustand bzw. Rückstand die Gesellschaften fallen würden. Hinzu kommt die soziale Problematik. Da befürchte ich schon fast, dass der Islam vom wachsenden Elend profitieren wird, weil die Menschen eben anfälliger und nach humanitären Polit-Katastrophen des Nationalismus/Sozialismus gläubiger werden. Geteiltes Leid ist halbes Leid. Und wenn Menschen anders als in kommunistischen und sozialistischen Bestrebungen ihre Glückserwartungen kollektiv auf das Jenseits verlagern, werden sie überhaupt keine persönlichen Probleme haben, eine Einheit zu bilden und sich unter ein reaktionäres Buch unterzuordnen, das wie ein beliebiges Franchise funktioniert. Effekt ist dann, dass wie bei den reaktionären “Bauerntürken”, man kollektiv wächst und peu à peu unterwandern kann. Die salafistischen Buhmänner sind aber wirklich zu lustig, weil sie eben nur das nachspielen, was die “Bauern” hinter sich gelassen haben. So wie Salafisten sind die frommen Bauernkollektive in den 80ern/90ern aufgetreten, aber nicht so angreifbar offen, sondern haben sich intelligenter, in Hinterhofmoscheen getroffen, haben für ihre Jahreshauptversammlungen Fußballstadien angemietet. Anmerken muss man natürlich, dass es damals kein Internet gab :). Denen als 20/30jährige kann man vielleicht noch nachsehen, dass sie nach der anstrengenden Fabrikschichtarbeit sehr unverblümt und aggressiv ihre jihadistischen Bestrebungen geäußert und sehr zielstrebig die “Dawa” organisiert haben.

    Und wo die geschickten Unterwanderungen von Islamisten hinführen, sieht man sehr deutlich auf der politischen und wissenschaftlichen Ebene, die Entwicklungen von Tariq Ramadan (Muslimbruder) und Cem Özdemir (Gülen-Mann) sind nur zwei von vielen Beispielen.

    Mein Alptraum ist, wenn der Islam von diesen sozio-ökonomischen Fehlentwicklungen, wofür er eben nicht ursächlich ist, weiter profitieren würde.

    Liebe Grüße
    Selin

  10. Selin · Februar 20, 2013

    Wieder an Thomas

    “Als Mutter* kann die muslimische Frau dann an der Hegung der Ehre von Familie und Gemeinde teilhaben; während sie zuvor nur als Trägerin eines Risikos des Verlustes derselben in Erscheinung treten konnte.”

    In der Praxis sieht das dann noch dramatischer aus, als man sich das denken kann. Die frauenfeindliche Kultur und das gesamte System sind zunächst mal gegen das Mädchen, im Einzelnen gedacht, gerichtet. Es wird unterdrückt, wie es nur unterdrückt werden kann und ist faktisch rechtlos. Ausnahme wäre, wenn es einen tochterliebenden Vater gibt, der das Mädchen auch gegen das frauenfeindliche Kultursystem verteidigt. Das ist wie gesagt eher die Ausnahme. Die Gewalt fängt in der eigenen Familie an und hört bei den Schwiegereltern auf. Das Unding ist aber, dass sich der Frauenhass Generation über Generation gerade bei Frauen potenziert. Was bedeutet das im realen Leben? Die Frau, die die Hölle durchgemacht hat, wird sich – als hätte sie sich über all die Jahre geschworen – doppelt und vielfach an der eigenen Tochter und noch mehr an der Schwiegertochter rächen. Hier sollte man wirklich keine Grenzen in den sadistischen Anlagen der Frau haben. Das ist ein Phänomen, was man in Anatolien genauso beobachten kann wie im gesamten Orient. Der Frauenhass unter Frauen ist ein Phänomen, was das Patriarchat nicht nur zementiert, sondern ebenfalls aktiv verhindert, es zu überwinden. Die Frauen stehen dem am meisten im Weg. Warum auch immer. Soziopsychologisch macht das überhaupt keinen Sinn, dass die Frau im Laufe ihrer qualvollen Sozialisation zur grausamen Sadistin mutiert. nur um wenn es hoch kommt, 10 Jahre als deformierte und völlig missbrauchte “Gammelfrau” in den Genuss von Willkürherrschaft und Macht zu kommen. Das ist pervers und unerträglich.

  11. Markus · Februar 20, 2013

    Auf verdrehte Art und Weise ist diese Weitergabe der Gewalt aber auch logisch, da sich die früheren Opfer so selber einreden können, dass sie eben keine schwachen Opfer waren. Die Weitergabe der Gewalt ist sozusagen auch ein Befreiungsschlag aus der eigenen Opferrolle, ein Befreiungsschlag, der einen selbst aufwertet. Man entschuldigt die Gewalt, versichert sich selber, dass das alles schon in Ordnung war und es richtig ist genau diese Gewalt weiter zu geben.

    In diesem Sinne muss ich sagen, dass ich hier durchaus Parallelen zum Stockholm-Syndrom sehe. Vielleicht sind es sogar mehr als nur Parallelen, vielleicht ist es in der Tat das Stockholm-Syndrom, was hier im wahrsten Sinne des Wortes zuschlägt.

  12. Selin · Februar 20, 2013

    @Markus
    “In diesem Sinne muss ich sagen, dass ich hier durchaus Parallelen zum Stockholm-Syndrom sehe. Vielleicht sind es sogar mehr als nur Parallelen, vielleicht ist es in der Tat das Stockholm-Syndrom, was hier im wahrsten Sinne des Wortes zuschlägt.”

    Vielen Dank für den hilfreichen Hinweis. Es ergibt auch Sinn, warum die “Töchter” hier die ambivalente Begegnung von Moderne und bäuerlichen Traditionen stillschweigend hinnehmen.
    Das Blöde ist nur, dass man nach dem erfolgreichen Kampf nach Akzeptanz der religiösen Verschleierungspflicht, die Töchter vollkommen dem patriarchalischen Kultursystem ausliefert. Zwischenzeitlich sind fromme Bauerntöchter im Islameifer mutig oder gezwungen mit Kopftuch dabei, die kulturrelativistisch und wertefrei verfassten Bildungslandschaften zu durchlaufen. In der zwischenmenschlichen Krise der Moderne sehen sie die bäuerlichen Traditionen im Vorteil. D.h. die Notwendigkeit einer Aufklärung im Islam werden die Meisten gar nicht anerkennen und die komische Übergangsbrücke zwischen Moderne und Islam weiter mit aufbauen, natürlich immer das ideale Schar’ia-System im Bewusstsein. Die islamische Frömmigkeit duldet prinzipiell keine Aufklärung und keine anderen Regeln, Werte und Normen, die nicht im Einklang mit dem Koran und der Sunnah stehen. Hoffentlich weiß das mittlerweile jeder.

    Dramatisch, dass man dieses angefangene Spiel einfach mitspielen muss, weil der offene, lose und vielfältige Islam, der im Glauben uniform funktioniert, ein ideales Kompensationsfeld bietet, und zudem eine leicht zu konsumierende und wirkungsreiche Droge innehat. Im Zweifelsfall für den Islam, andernfalls gehört man zwangsläufig zu den Bösen, die wie wir Unruhe stiften, spalten und stören wollen. Da hat Mohammed was sehr einzigartiges geleistet und hervorgebracht. Die exzessive Verehrung und Idealisierung des 7. Jahrhunderts im 21. Jahrhundert im Sinne des sich nie veränderten Koran und der Sunnah haben was. Alles muss sich im Kreis um Allah und Mohammed drehen. Man muss halt auch wissen, dass die Frommen wirklich keine Forderungen an das Diesseits stellen und alles auf das Jenseits verlagern. Das ist islamische Frömmigkeit. Abschied vom Leben. ByeBye 🙂

    Oder man macht es wie der Islam derzeit im Versuch, den Kapitalismus zu unterwandern, unterwandert den Islam und zieht den uniformen Geist durch den Kakao.

  13. Thomas Holm · Februar 20, 2013

    @ Selin

    “ein zeitgemäßes und modernes Konzept der Leitkultur zu formulieren”

    Offiziell gibt es das ja alles; Lehrpläne, Lernzielbeschreibungen, das liest sich alles, als solle aus jedem ein Einstein mit Olympia, Musik und Kunst als Hobbys gemacht werden. Das Realproblem sind Protz-Bedürfnisse nach einer diffus-ethischen und im nächsten Atemzug brachial-kriminellen Überlegenheit, die “von unten kommen”.

    “Einflussbestrebungen von Religionen … beschneidet. … kulturfremde Stämme und Kollektive gesprengt werden”

    Das läuft auf Hilfestellung zum Familienausstieg hinaus – mit einem Leben in einer Art Zeugenschutzprogramm. Ich habe das mal durchdacht: Alle halbe Jahre jedes Kid in einen Raum mit zwei Türen in der Schule; eine führt zurück ins normale Leben, und eine zu einem Bus mit abgedunkelten Scheiben, oder gleich zu einem Hubschrauber zu einem neuen Leben in eine andere Stadt. Neue Familie, oder Jugend-WG als Auswahlmöglichkeit, die durch die man jeden durchschickt, wie zur Impfung, oder Reihenuntersuchung.

    Ich sage das nicht, um davon abzuschrecken; nur: um die Größenordnung anzudeuten; so müsste es ungefähr laufen, wenn das Versprechen nach freier Entfaltung der Persönlichkeit, etc. Umstände-gerecht ernst genommen würde.

    “Gastarbeiter-Türken ja anfangs als Fremde ausgegrenzt wurden.”

    Das war die geniale deutsch-türkische Kommunikationsleistung, wo man sich eine Zeit lang einig war, die Lage wohl besser falsch einzuschätzen.

    “in welchen gesellschaftskulturellen Zustand bzw. Rückstand die Gesellschaften fallen”

    So ein Land wie Ägypten geht in Richtung Somalia, vielleicht mit Zwischenstation Eritrea (ist wie Nordkorea; also Hunger, aber diszipliniert). Die Türkei gerät über den Syrienkonflikt in eine innere Zerreißprobe zwischen einem:

    Erdogan-Islamismus, der auf die Araber zielen soll (die ihn aber abblitzen lassen)

    und einer Gegenfront aus Allen, denen die Saudis auf die Nerven gehen, also Kurden, Aliden, Linke und Links-Nationalisten, Kemalismus-Traditionalisten, etc. die origineller weise Erdogan als pro-westlich wegen seiner Syrienpolitik angreifen.

    ” ein reaktionäres Buch unterzuordnen, das wie ein beliebiges Franchise funktioniert”

    aber mit eingebautem Spaltpilz. Ich nehme diesen Vorgang mal als Beispiel:

    “Wedding-Funeral for 1st Ever Suicide Bomber Turns into Brawl”

    Beim Begräbnis der ersten säkularen Selbstmordattentäterin im Libanon bricht urplötzlich eine Schlägerei unter den diversen religiösen Trauerfraktionen aus, weil sie sich auf einmal erinnern, dass sie alle auf unterschiedlichen Seiten standen. Ganz plötzlich merken sie, dass dass Assads Nazipartei Min. 1.28 (mit Halbmond-Hakenkreuz) doch nicht ganz dasselbe ist, wie die die 12-er Schia.

    http://www.youtube.com/watch?v=d_k1FGTngrI

    Die “Glückserwartungen kollektiv auf das Jenseits” zu verlagern wird dann zum Sprengsatz, wenn man merkt, dass der andere bei der Verfolgung seiner Glückserwartungen etwas falsch macht; und sei es nur in der Alltagspolitik.

    So ähnlich sehe ich die Spannungssituation auch für die Türkei.

    “Mein Alptraum ist, wenn der Islam von diesen sozio-ökonomischen Fehlentwicklungen, wofür er eben nicht ursächlich ist, weiter profitieren würde.”

    Neben den allgemeinen Entwicklungsschwierigkeiten von Schwellenländern bürden sich die Islamisch geprägten Gesellschaften noch einen Haufen eigener Schwierigkeiten auf.

    “Es wird unterdrückt, wie es nur unterdrückt werden kann und ist faktisch rechtlos.”

    Das Mädchen ist wie ein Rennpferd (für einen Hürdenlauf der Tugend) auf das alle hoch gewettet haben, es darf quasi keinen Fehler machen …

    “Der Frauenhass unter Frauen ist ein Phänomen …”

    Von der Trägerin der Gefahr zur Zuchtmeisterin der Gefahr; nach der Theorie des Dramas eine Karriere in Bemeisterung der Sinnlichkeit, in der das Menschsein so ziemlich auf den Kopf gestellt wird.

    “in den Genuss von Willkürherrschaft und Macht zu kommen”

    Bei Männern häufig der Hintergrund einer militärischen Karriere; wenn nach sechs Monaten “die Neuen” kommen, ist man schon ein “alter Hase”. Russland hat auf die Art mehr Tote durch Selbstmord, als die USA in fünf Kriegen gleichzeitig.

    @ Markus

    “Die Weitergabe der Gewalt ist sozusagen auch ein Befreiungsschlag aus der eigenen Opferrolle”

    Befreiung von dem Verdacht der Sinnlosigkeit, denn: wer die Normen der Aufsicht übernimmt, bestätigt, dass auch er oder sie diese nötig hatte und das alles wohl nicht ganz umsonst gewesen sein kann.

    Die künftige Sultan-Mutter konnte die Söhne ihrer Rivalinnen töten lassen; der ultimative Anreiz* zum Ehrgeiz, sich an den gegenwärtigen Sultan ran zuschmeißen.

    *bevor halt ihre Söhne von einer anderen gekillt würden

  14. Ayse · Februar 20, 2013

    Meine liebe Selin,

    was ist denn los mit dir? Warum bist du plötzlich so pessimistisch? Hattest du mir das nicht vorgeworfen? Ich verstehe dich nicht. Teilweise weiß ich nicht, woran ich bin. Optimismus oder Pessimismus, was denn nun? Ich dachte, dass du mit deiner Vergangenheit abgeschlossen hättest? Oder bist du einer Horde Kopftuchträgerinnen begegnet? Ey komm schon, so schlimm ist das doch noch nicht. Solange die Diskos nicht geschlechtergetrennt und alkoholfrei sind, brauchen wir uns doch nicht zu sorgen oder?

    Apropos Liebespaar! Ich habe vorgestern zufällig eine kennen gelernt, die aus einer streng gläubigen, libanesisch-schiitischen Familie stammt. Sie habe einen bosnischen Freund, natürlich in geheimer Beziehung. Sie sei keine Jungfrau mehr. Das hat sie mir einfach so offen erzählt ohne dass ich das alles wissen wollte. Sowas finde ich dann sehr verdächtig. Ich habe ihr aber nichts gesagt, nur entsetzt geguckt. Wir kann man im Café einer Fremden solche intimen Sachen erzählen? Das sollte man wirklich niemals tun. Die Welt ist klein. Das muss man doch wissen. Außerdem gibt es muslimisch stämmige Gynäkologen, die auf Wunsch der Familie eigene Jungfräulichkeitstests durchführen. Jetzt könnte man das ZIT fragen, ob Jungfräulichkeitstests islamisch korrekt sind und wie es um das Selbstbestimmungsrecht der muslimischen Frau bestellt ist.

    Jedenfalls eine kleine Botschaft, wenn ein muslimisches Mädchen mit seiner Familie zusammenlebt, sollte es nicht aus der Reihe tanzen und sich unnötig in Gefahr begeben. Das ist nicht ratsam.

  15. Thomas Holm · Februar 20, 2013

    http://news.bbc.co.uk/2/hi/8641099.stm

    “The virginity industry … is to restore their virginity.”

    Ärger über chinesische Billigprodukte zu einer Befleckung von Bettlaken – mit dem alleinigen Zweck, die aufmarschierte Verwandtschaft übel zu täuschen, sollen in Ägypten auch eine Rolle gespielt haben.

  16. Eckhardt Kiwitt, Freising · Februar 20, 2013

    Selin: 21. Februar 2013 at 22:14
    […] unterwandert den Islam und zieht den uniformen Geist durch den Kakao.

    Z.B. so wie hier :
    Sex und Erpressung – Al-Qaida-Chef tritt zurück
    http://www.welt.de/satire/article113832360/Sex-und-Erpressung-Al-Qaida-Chef-tritt-zurueck.html

    “[…] So soll ein Würdenträger der Organisation dabei erwischt worden sein, dass er eine Frau wie ein menschliches Wesen behandelte. Zudem erschüttern Missbrauchs-Fälle das Terrornetzwerk. In der schwedischen al-Qaida-Sektion sollen mehrfach kleine Jungen nicht zu Selbstmordattentaten, sondern zum Kaffeeholen geschickt worden sein. […]”
    ::

  17. Dwarslöper · Februar 20, 2013

    SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück will mehr Kultursensibilität und Scharia in Turnhalle und Schulschwimmbad und die vor der Hölle rettende Mädchen-und-Jungen-Apartheid durchsetzen, der mutige Heinz Buschkowsky widerspricht kulturell modern:

    … Wie die “Bild”-Zeitung am Freitag berichtet, sprach sich Steinbrück bei einer Veranstaltung am Mittwochabend in Berlin für getrennten Sportunterricht von muslimischen Mädchen und Jungen aus. “Wenn die Schulen es einrichten können, sollten sie da Rücksicht auf die religiösen Gefühle nehmen und getrennten Sportunterricht anbieten”, zitierte die Zeitung den SPD-Politiker. …

    Heftige Kritik erntete Steinbrück für diesen Vorschlag von Heinz Buschkowsky (SPD), Bürgermeister in Berlin-Neukölln: “Das ist eine sehr unglückliche Äußerung von Herrn Steinbrück”, sagte Buschkowsky im Gespräch mit der “Welt”. “Junge Leute brauchen moderne gesellschaftliche Orientierung – in Ergänzung oder auch im Gegensatz zu tradierten Familienriten. Mädchen- und Jungenschulen hatten wir vor 150 Jahren. Wir haben in Deutschland eben keine Geschlechtertrennung. Es kann nicht sein, dass wir jetzt die gesellschaftliche Uhr zurückdrehen.”

    aus: Steinbrück plädiert für getrennten Sportunterricht
    in: DIE WELT 05.04.2013

    http://www.welt.de/politik/deutschland/article115028034/Steinbrueck-plaediert-fuer-getrennten-Sportunterricht.html