Freitag Februar 15, 2013 05:53

Ayse Duygu: Über die Wasser predigenden und Wein trinkenden Muslime

Posted by Free Minds

Um nachzuvollziehen, wie die Massenneurose im Islam wirkt, teilt man die Menschheit einfach in gut und böse auf. Im Koran gibt es die “Guten”, die leiden wie man nur leiden kann, die harren in Elend aus, wie man nur in Elend ausharren kann. Sie werden geprüft mit grausamen Lebensbedingungen und Nöten. Die Leidenden müssen die “Muslime” sein. Die Muslime fühlen sich aus religiösen Gründen immer als Opfer. Auch wenn Muslime real keine Opfer sind, sucht man nach einem repräsentativen Leid, das man nach Gutdünken instrumentalisieren darf. Darauf sind Muslime angewiesen und ohne die Bösen würde der Koran keinen Sinn mehr ergeben. Es kann daher nie im Interesse des Islam sein, das Leid und Elend zu bekämpfen.

Die Bösen im Leben. Diese leben glücklich wie Götter auf Erden. Doch sind sie nur in Hochmut, Gier und Selbstsucht verfallen. Das sind Ungläubige. Der Prophet war selbst erst mal ein Mensch, der verwaist auf die Welt kam und als Kind hin- und hergeschoben wurde. Aber er bildete sich selbst, war fleißig, sah gut aus und genoß das Vertrauen seiner Mitmenschen. Der Vertrauensvolle wurde er genannt. Wenn die Legenden, die sich bis heute gehalten haben, wirklich stimmen, hat er als Mittzwanziger Kaufmann die reichste Frau Mekkas geheiratet, die ca. 15 Jahre älter war als er. Diese hat der Prophet bis zu ihrem Tod so herunter gewirtschaftet, dass sie als die ärmste Frau Mekkas sterben musste. Sie hat ihn aber geliebt. Eine sentimentale Liebesgeschichte, die so gesehen einfach berührt. An ihrem Todesbett hätte der Prophet ihr gegenüber Schuldgefühle geäußert und geweint. Immerhin. Was aber hat der Prophet mit dem Vermögen seiner Ehefrau gemacht? Zunächst Sklaven befreit! Sehr viele. Es gab einige Reiche, die schlossen sich seinem guten Beispiel an und investierten auch in die Befreiung von Sklaven. Wer bis hierhin die Geschichte des Propheten liest, wird sehr beeindruckt sein. Mohammed, der arabische Che Guevara seiner Zeit. Soweit klingen seine Absichten recht revolutionär und sie waren es auch. Doch einen Haken hat Mohammed! Bis zu seiner Machtergreifung war er geduldig, fleißig,  recht vorbildlich, tugendhaft und gut. Doch nach seiner Machtergreifung blieb er nicht mehr bescheiden und machte das, was der Durchschnittsmensch eben im 7. Jahrhundert machen würde. Er nahm sich etliche Frauen, obwohl er seinen Gefolgsmännern die Vielweiberei auf die Zahl vier begrenzte. Als alter Greis ließ er sich mit einer neunjährigen verehelichen.  Er ließ Dissidenten töten und ordnete die globale Expansion des Korans, seiner eigenen Ideenlehre, an. Mit dem zeitlichen Kontext kann man das entschuldigen. Es ist das 7. Jahrhundert in Arabien! Sowas wie rechtliche Gleichstellung von Mann und Frau zu erwarten, wäre zuviel verlangt.

Der Prophet schloß den Koran aber letztlich so ab, dass er bis in alle Ewigkeit verehrt und idealisiert werden sollte. Natürlich darf der Muslim nur Allah anbeten, aber indirekt lies Mohammed offenbaren, dass das Universum nur aus dem Grund erschaffen wurde, weil er der Liebling Allahs sei. Clever oder? Das macht ihn einzigartig. Wenn man Muslim werden möchte, muss man bezeugen, dass es nur einen Gott gibt und Muhammed sein letzter Gesandter ist. Wenn ein Muslim fünf Mal am Tag betet, wird er mindestens 100 Mal den Namen Mohammeds rezitieren. Er wird nicht nur in eine Obsession fallen, in der er Gott anbetet, sondern eigentlich wird er Mohammed verehren. Allah ist nur die imaginäre Autorität, die diesem abgefahrenen Konstrukt eine Legitimation gibt. Der Prophet einfach ein typisch größenwahnsinniger Machtmensch.

Was macht man nun, wenn riesige Menschengruppen im 21. Jahrhundert sein Verhalten als Maßstab nehmen und so leben wollen wie Mohammed im 7. Jahrhundert? Sie meinen es wirklich ernst.
Die guten Muslime sind auf die Bösen angewiesen und die gibt es massenweise. Doch es gibt auch die guten Muslime, die wie die Bösen leben. Sie tun so als würden sie nach dem Koran leben, aber die für heute unerträglichen Gesetze nach dem Koran befolgen sie absichtlich nicht.

Meist leben diese Muslime im Westen. Sie glauben an die ewige Gültigkeit des Korans aus dem 7. Jahrhundert. Sie glauben daran, dass der Erbanteil einer Frau nur halb so viel betragen darf wie der von Männern, aber geben ihren Töchtern den vollen Anteil. Sie glauben daran, dass ein Mann, eine Frau heiraten darf, sobald sie das heiratsfähigeAlter erreicht hat, d.h. nach der ersten Monatsblutung, aber würden ihre Töchter selbst nie in dem Kindesalter mit alten Männern verheiraten. Sie glauben daran, dass eine Frau im Islam immer einen männlichen Vormund braucht, aber ihren eigenen Töchtern so viel Vertrauen schenken, dass sie sie partiell frei und selbstbestimmt leben lassen Diese gläubigen Muslime gibt es, die sich etwas vormachen und sich in einer sehr schizophrenen Art und Weise an den Koranglauben krallen. Diese Muslime würden aber niemals in der Lage sein, einen Islam nach dem 7. Jh.-Schema zu leben, weil sie das moderne und zivilisierte Leben im Grunde viel lebenswerter und vernünftiger finden. Sie haben diese Lebensart auch verinnerlicht. Das würden sie natürlich nie so zugeben, sondern immer nur betonen, wie perfekt und fehlerfrei der Koran offenbart sei. Das ist gelebte Doppelmoral in ihrer Reinkultur.

Nun ergibt sich aber eine Frage, die diese ambivalente Glaubenspraxis der frommen Muslime betrifft, und welche von Kulturrelativisten gleichermaßen  unterstützt wird. Wie kann man es eigentlich als halbwegs zivilisierter Mensch mit dem Gewissen vereinbaren, dass man den Ruf eines heiligen Buches rettet, wo anderswo gleichzeitig im Namen desselben Buches,  Steinigungen von Abtrünnigen, Ehebrechern, Mördern etc. gerechtfertigt und praktiziert, Genitalverstümmlung an kleinen Mädchen verübt, Frauen entmündigt und versklavt, Nicht-Muslime als Menschen zweiter Klasse behandelt werden (die Liste wäre fortzuführen)? Wie schafft man diese schizophrene Haltung? Und warum akzeptiert man keine Reform im Stile der Aufklärung des Westens? Ist es nicht doch der islamische Chauvinismus, der den sozio-kulturellen und geistig-moralischen Rückschritt nicht verkraften kann und daher darin verharren muss, universelle Gültigkeit für die lebendige Koran-Ideologie zu beanspruchen? Nicht nur Fragen, sondern auch Ängste herrschen, weil der islamische Chauvinismus zu Ende gedacht in der Moderne im Islamofaschismus mündet. Nicht als Außenstehende und populistische Islamhasserin, sondern gerade als Flüchtling aus dem islamofaschistischen Glaubenssystem habe ich berechtigte Ängste, weil ich mit frauenfeindlichen Kampfschriften des politischen Islam aufgewachsen bin, die die ideale Gesellschaftsordnung propagierten. Der Islam boomt und gedeiht unabhängig von äußeren Einflüssen. Das sollte Angst machen. Interessant ist aber auch, wie die Frauen und Männer im Dienste des realen Islam, im freiheitlichen Westen so selbstüberzeugt waren und dachten, ihr falsches Spiel der “Taqiyya” (im Sinne “Islam mit Barmherzigkeit”) würde nie enttarnt und angeklagt werden.

Fromme Kampfkollektive, die im bekannten Ummah-Zorn kritische Stimmen systematisch zum Schweigen brachten, waren in ihrer Glaubenspraxis stets unverblümt und aggressiv. Diese als Teil des Establishments zeigen nun eine aufgesetzte Geste der einseitigen Opferhaltung, rigorosen Vermeidung und Verdrängung von Wirklichkeiten. Das ist der Treppenwitz des 21. Jahrhunderts.

5 Responses to Ayse Duygu: Über die Wasser predigenden und Wein trinkenden Muslime

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no god, no cry

Februar 18th, 2013 at 02:25

jnsgesamt schreibt der Westen die Geschichte seit dem 17. Jahrhundert. Den Muslimen insgesamt vorzuwerfen, dass sie in der “Entwicklung” nicht automatisch mitgezogen wären, halte ich nicht nur für eurozentristisch, sondern recht geschichtsvergessen und verkürzt. Der Westen ist an den meisten Weltproblemen schuld. Der Islam spielt überhaupt keine Rolle mehr, weil er überhaupt keine Macht und keinen Einfluss hat. Es gibt wohlhabende Öl-Staaten, die innenpolitisch islamisch regiert werden und gleichzeitig die besten Partner der westlichen Industrieländer sind. Beneidenswert oder? Sie sitzen auf rießigen Ölquellen, brauchen nicht zu arbeiten, lassen für das Geld, was sie für das Öl bekommen, arbeiten, bauen rießige Wolkenkratzer. Während in den Wolkenkratzern im Westen fleißig und in Vollzeit gearbeitet wird, hausieren die dort in Katar und leben ihr gesamtes Leben wie im Urlaub. Diese lebenssüchtigen Hedonisten. Wenn ich jetzt eine Frau wäre, würde mich die Verschleierungspflicht unter solchen Lebensbedingungen am Wenigsten stören. Man kann nicht alles im Leben bekommen. In der Wüste bei der Hitze ist es sowieso besser, ordentlich angezogen zu sein. Ab nach Katar. Das ist ein tolles Land oder noch besser Abu Dhabi. Aber insgesamt ist Freiheit erst mal eine schöne Illusion, nach der sich viele Menschen sehnen. Menschen, die sehr frei aufgewachsen sind, sehnen sich nach was anderem. Häufig nach zwischenmenschlichen Beziehungen. Die fortlaufende und unaufhaltsame Globalisierung löst diese Beziehungen auf. Das muss nicht für alle die Erfüllung bedeuten. Die Gefahr ist, dass es in das andere Extrem geht. Irgendwann hat man auch von der Freiheit die Schnauze voll. Der Mensch braucht Abwechslung. Einfach leben und sich nicht zu viele unnötige Gedanken machen. Das bringt sowieso nichts, glaubt mir.

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Eckhardt Kiwitt, Freising

Februar 18th, 2013 at 17:37

Von einem Status der Freiheit in eine selbstgewählte Unfreiheit zu wechseln ist recht einfach. Es gibt dafür zahlreiche Möglichkeiten :
— Vom Unterwerfen unter eine totalitäre Ideologie (“Religion”), die so manchen Masochisten befriedigen kann
— über’s Auswandern in ein diktatorisch regiertes Land
— bis hin zum Begehen eines Verbrechens, das mit lebenslanger Haftstrafe geahndet wird.

Umgekehrt ist es schon schwieriger.
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Thomas Holm

Februar 19th, 2013 at 00:17

@ no god, no cry

“Der Islam spielt überhaupt keine Rolle mehr, weil er überhaupt keine Macht und keinen Einfluss hat. ”

Der Islam hat seinen Einfluss verspielt.

Abdulhamid II setzte auf das Deutsche Reich und die k.u.k Doppelmonarchie, um sich die Russländischen Türken unter den Nagel zu reißen und im Zweiten Weltkrieg vermachte man in Libyen das “Schwert des Islam” (arab. Sayf al Islam – schon mal gehört ?) – an Herrn Mussolini.

Auch schief gegangen, wie man weiß.

Eine ganze Titelseite im ‘Messagero’: ‘Schwert des Islam dem Gründer des Imperiums verliehen’; Mussolini sichert ‘Respekt vor den Gesetzen des Propheten’ zu und ‘bekundet seine Sympathie für den Islam’.

“respetto alle leggi del Profeta e vuole inolte dimostrare la sua simpatia all’ Islam”

Dafür hätte der Papst ihn aus dem Katholizismus werfen müssen; hat er aber nicht. Hitler natürlich auch nicht; dafür aber Goebbels, weil er eine Lutherschke geehelicht hatte. So weit war Mussolini wiederum nicht gegangen.

http://www.ebay.it/itm/1937-IL-MESSAGGERO-LA-SPADA-DELLISLAM-AL-FONDATORE-DELLIMPERO-TRIPOLI-LIBIA-/110961198151#ht_1997wt_1163

Benito mit dem sakralen Zahnstocher:

http://www.indire.it/immagini/immag/nalitylu/muss19.jpg

Die Indischen Muslime haben dagegen auf die Alliierten gesetzt und zum Dank Pakistan eingeheimst. 1 Mio. Tote bei Gründung; 3 Mio. Tote in Ex-Ostpakistan = Bangladesch; Prozesse laufen gerade und das Volk zerteilt sich in Todesstrafe vs. Freispruch gegenüber dem ersten Lebenslang-Urteil.

Nur so halbe-halbe erfolgreich, sich beim Islam einzuschleimen, waren die Japaner in Indonesien. Dafür waren die Muslime dort im Kalten Krieg gut drauf: fast eine Million tote Chinesen, weil zwar nicht alle Chinesen Kommunisten waren, wohl aber fast alle Kommunisten so aussahen wie Chinesen.

http://www.spiegel.de/kultur/kino/joshua-oppenheimer-ueber-seinen-film-the-act-of-killing-a-883335.html

Das wird übrigens noch ein Nachspiel haben.

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Thomas Holm

Februar 19th, 2013 at 01:04

@ Ayse

“ohne die Bösen würde der Koran keinen Sinn mehr ergeben.”

Großes Bingo !

Zu “wissen”, dass eigentlich ganz nette Leute in Hölle gehen, wenn sie sterben, ohne den Islam angenommen zu haben, macht diese Leute schon wieder hassenswert. Wie können sie ihren Kindern das antun, diese Leute ?

“Mohammed, der arabische Che Guevara seiner Zeit”

Ali Baba, Robin Hood, Klaus Störtebeker (der in Hamburg nach seiner Enthauptung noch durch das Einlösen einer Wette vielen Genossen das Leben gerettet haben soll – aber wird geglaubt dort)

http://www.youtube.com/watch?v=7FvgIDfYGl4 ab min. 1.26.00

Solche Trostgeschichten gibt es wohl überall und auch mit einem Körnchen Wahrheit darin. Spannender aber sind natürlich die volkstümlichen Ausschmückungen; und noch folgenreicher sind die politischen Zurecht-Biegungen.

Nach meinem Eindruck haben die Umayyaden von Damaskus aus die Erschöpfung von Persern und Byzantinern ausgenutzt, um sich selbständig zu machen (so wie die Polen gegen Ende des WK I. sich von Russen, Deutschen und Ösis abgeseilt haben.)

Uthman ibn Affan war so eine Art syrischer Old Shatterhand, der davon erzählte, dass man die Apachen (Araber) regieren könne*, wenn man ihnen klar macht, dass ihr Winnetu (der Mo.) die Treue zum Führer (Kalif) als Dienst an Manitu verkündet hätte. Man müsse das alles nur mal einsammeln, was die so aufgeschrieben hätten und ordentlich redigieren. Er selbst, Uthman habe es bei den Arabern ja auch schon zu Ansehn gebracht und sie erkennen seinen Kumpel Muawija sogar als Boss von Damaskus an …

*ein dringendes Anliegen seit Zenobia von Palmyra, die sich auch schon mal syrisch abseilen wollte.

http://de.wikipedia.org/wiki/Zenobia

Die sodann zusammengezimmerte Koranische Mixtur aus leidlich reformierten Stammes-Bräuchen und imperialen Zweck-Maximen war einerseits recht erfolgreich; andererseits haben die Araber aber schon nach 90 Jahren die Kontrolle verloren an eine Clique Persisch-Afghanischer Putschisten (Abbasiden) mit denen sich sofort Karl der Große verbündete und die beide auf ihre Art erst ihren Monotheismus viel tiefer durchdrückten und klar machten.

(Sira und Hadithe werden fabriziert, ohne die der Koran allzu rätselhaft bleibt)

Dito KdG mit Missionaren und ostwärts gerichteten (auch schon) Kreuzzügen.

Gegen die verbliebenen Iberischen Umayyaden hat er mit den Abbasiden gekungelt. Später haben dann die Habsburger mit den Persern gegen Franzosen und Abbasiden gekungelt.

Der Persische Arier-Fimmel dürfte in dieser Zeit im Alpenland bekannt geworden sein.

http://en.wikipedia.org/wiki/Abbasid%E2%80%93Carolingian_alliance

http://en.wikipedia.org/wiki/Habsburg-Persian_alliance

Ich muss hier mal abbrechen – es tun sich gerade größere Sachen.

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Thomas Holm

Februar 19th, 2013 at 10:28

“Die Bösen im Leben. Diese leben glücklich wie Götter auf Erden. Doch sind sie nur in Hochmut, Gier und Selbstsucht verfallen. Das sind Ungläubige.”

Interessantes Spannungsverhältnis zu:

“Wenn ich den frommen Musliminnen nun von Frauenrechten erzählen würde, würden sie mir garantiert das Bild der alten und einsamen Frau im Westen entgegenhalten. ”

bei: http://freeminds.blogsport.eu/2013/02/14/selin-yesil-kurzreise-in-die-heilsgemeinschaft-der-frommen-frauen/comment-page-1/#comment-2451

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